Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Klima gezielt beeinflussen?

03.08.2009
Neues interdisziplinäres Forschungsprojekt am Marsilius-Kolleg

Strategien einer gezielten Beeinflussung des Klimas mit Hilfe technologischer Mittel stehen im Mittelpunkt eines neuen Forschungsprojekts des Marsilius-Kollegs der Universität Heidelberg.

Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen gehen der Frage nach, wie neben der Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes Klimaprozesse auch durch aktive Eingriffe gesteuert werden können. Dabei untersuchen sie das sogenannte Climate Engineering aus natur-, sozial- und rechtswissenschaftlicher Perspektive. Für die Arbeit der Forschungsgruppe stellt das Marsilius-Kolleg rund 600.000 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung.

Technologien wie zum Beispiel die gezielte Ozeandüngung oder das Platzieren von Blenden zwischen Sonne und Erde verursachen nicht nur unterschiedliche Kosten. Sie können auch unbeabsichtigte Auswirkungen haben, die sich global und regional sehr unterschiedlich verteilen. "Wir interessieren uns dafür, wie die Menschheit mit solchen Handlungsoptionen umgehen kann und welche Chancen, Risiken und Probleme damit verbunden sind", erklärt Prof. Timo Goeschl, PhD, einer der Koordinatoren des Projekts.

Ein Teilprojekt unter Leitung der Umweltphysiker Werner Aeschbach-Hertig, Thomas Leisner und Ulrich Platt ist deshalb darauf ausgerichtet, realistische Szenarien für unterschiedliche Technologien zu erstellen und zu vergleichen. Der Psychologe Joachim Funke, der Philosoph Martin Gessmann und der Wirtschaftswissenschaftler Timo Goeschl untersuchen die Akzeptanz unterschiedlicher Technologien und die Bereitschaft der Bevölkerung, in diese zu investieren. Mit öffentlichen Diskursen, politischen Strategien und rechtlichen Instrumentarien beschäftigen sich der Humangeograph Hans Gebhardt, der Politikwissenschaftler Sebastian Harnisch sowie der Rechtswissenschaftler Rüdiger Wolfrum.

"The Global Governance of Climate Engineering" ist das dritte Projekt des Marsilius-Kollegs. Die beiden anderen Projekte befassen sich mit "Menschenbild und Menschenwürde" sowie "Perspektiven des Alterns im Prozess des sozialen und kulturellen Wandels". Das Marsilius-Kolleg versteht sich als Katalysator der wissenschaftlichen Vernetzung an der Universität Heidelberg. Als ein zentraler Baustein des Zukunftskonzepts der Ruperto Carola in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder ist das Kolleg darauf ausgerichtet, ausgewählte Forscher aus verschiedenen Wissenschaftskulturen zusammenzuführen und damit den forschungsbezogenen Dialog zwischen Geistes-, Rechts- und Sozialwissenschaften einerseits und den Natur und Lebenswissenschaften andererseits zu fördern. Das Projekt zum Thema Climate Engineering wurde aus dem Marsilius-Kolleg heraus in Diskussionen zwischen den Fellows entwickelt.

Weitere Informationen können Sie auf der Homepage
http://www.marsilius-kolleg.uni-heidelberg.de abrufen.
Ansprechpartner:
Prof. Timo Goeschl, PhD
Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften
Tel. 06221 54 8010, Fax 54 8020
goeschl@eco.uni-heidelberg.de
Allgemeine Rückfragen von Journalisten bitte an:
Universität Heidelberg
Kommunikation und Marketing
Dr. Michael Schwarz, Pressesprecher
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
Irene Thewalt
Tel. 06221 542311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz | idw
Weitere Informationen:
http://www.marsilius-kolleg.uni-heidelberg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt
25.05.2018 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

nachricht Nanopartikel aus Kläranlagen - vorläufige Entwarnung
02.05.2018 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Im Focus: First real-time test of Li-Fi utilization for the industrial Internet of Things

The BMBF-funded OWICELLS project was successfully completed with a final presentation at the BMW plant in Munich. The presentation demonstrated a Li-Fi communication with a mobile robot, while the robot carried out usual production processes (welding, moving and testing parts) in a 5x5m² production cell. The robust, optical wireless transmission is based on spatial diversity; in other words, data is sent and received simultaneously by several LEDs and several photodiodes. The system can transmit data at more than 100 Mbit/s and five milliseconds latency.

Modern production technologies in the automobile industry must become more flexible in order to fulfil individual customer requirements.

Im Focus: ALMA entdeckt Trio von Baby-Planeten rund um neugeborenen Stern

Neuartige Technik, um die jüngsten Planeten in unserer Galaxis zu finden

Zwei unabhängige Astronomenteams haben mit ALMA überzeugende Belege dafür gefunden, dass sich drei junge Planeten im Orbit um den Säuglingsstern HD 163296...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz – Schafft der Mensch seine Arbeit ab?

15.06.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Asteroidenforschung in Garching

13.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Nierentumor: Genetischer Auslöser entdeckt

18.06.2018 | Biowissenschaften Chemie

Schnell, günstig, tragbar: Testgerät PIDcheck prüft Solarmodule im Feld auf PID

18.06.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics