Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geschickter Roboter-Affe könnte Mond erforschen

27.06.2013
Innovative Fortbewegung auf vier Beinen erhöht Geländegängigkeit

Der affenähnliche Roboter "iStruct Demonstrator" könnte schon bald anstelle eines Rovers dazu eingesetzt werden, den Mond zu erkunden.


"iStruct Demonstrator": Prototyp in Testphase (Foto: robotik.dfki-bremen.de)

Mit seiner gelenkigen Konstruktion und speziellen Fortbewegungstechnik kann der Weltraum-Roboter spielend leicht felsiges Gelände, wie das des Mondes, überwinden. Entwickelt wurde die Apparatur von Ingenieuren des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz http://dfki.de in Zusammenarbeit mit der Universität Bremen http://uni-bremen.de .

Hindernisse kein Problem

"Grundsätzlich ist festzuhalten, dass Systeme, die auf Beinen basieren, wesentlich geändegängiger als fahrende Vorrichtungen sind. Während gegenwärtige Rad-Systeme wie beispielsweise die NASA Mars Rover nur Hindernisse in einer Höhe von maximal 25 bis 30 Zentimeter überwinden können, wären gehende Roboter sogar in der Lage, stark verkraterte Gebiete des Mondes zu bewältigen, welche eine wertvolle wissenschaftliche Fundgrube darstellen", erläutert Lars Witte vom Institut für Raumfahrtsysteme im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt http://dlr.de gegenüber pressetext.

Die Konstruktion, die in ihrer Bewegungsweise stark an einen Affen erinnert, verfügt über mechanische Arme, Beine sowie eine Wirbelsäulenstruktur und wiegt insgesamt 18 Kilogramm. Durch das Rückgrad werden sowohl der Oberkörper als auch die Hüfte mit den Füßen und Sprunggelenken vernetzt. Jedes dieser Gelenke ist mit etlichen Sensoren ausgestattet, die auf etwaige Hindernisse reagieren. "Durch die zahlreichen komplexen Bauteile dieses Roboters und seine beträchtliche Masse steigt allerdings auch der Energieverbrauch und die Fehleranfälligkeit", betont Witte.

Verursacht hohe Kosten

Dem Experten zufolge gibt es derartige Systeme bis dato nur als Prototypen, die beim Militär zum Einsatz kämen. "Ich glaube, dass solche Apparaturen frühestens in zehn bis 15 Jahren für einen Einsatz im Weltall qualifizierbar sind. Dies liegt vor allem an den sehr viel höheren Anforderungen an die Zuverlässigkeit und den harscheren Umweltbedingungen", fasst Witte zusammen. Gegenwärtig werden aufgrund der noch überwiegenden Nachteile und den hohen Kosten weiterhin die fahrenden Systeme bevorzugt.

Carolina Schmolmüller | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.dfki.de
http://www.uni-bremen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Bergamoten – Verlockung und Verhängnis für Tabakschwärmer
21.04.2017 | Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

nachricht Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt
19.04.2017 | Forschungszentrum Jülich GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neuer Blue e+ Chiller von Rittal - Exakt regeln und effizient kühlen

25.04.2017 | HANNOVER MESSE

RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Kräftiger Anstieg setzt sich fort

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen

Pharmacoscopy: Mikroskopie der nächsten Generation

25.04.2017 | Medizintechnik