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Forscher analysieren die Katastrophe von Duisburg

20.08.2010
Wissenschaftler der Bergischen Universität Wuppertal haben in Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich ein neues Forschungsprojekt gestartet.

Ziel: Nach dem Unglück bei der Loveparade in Duisburg auf andere Großveranstaltungen übertragbare Erkenntnisse zu gewinnen, um Risiken besser abschätzen zu können, Genehmigungsverfahren und Abläufe zu verbessern und damit zur Vermeidung von Katastrophen beizutragen.

In den kommenden Monaten wollen die Forscher Film- und Fotomaterial der Veranstaltung analysieren und bitten daher um die Unterstützung der Teilnehmer der Loveparade. Über ein Webportal können Fotos und Videos hochgeladen und für die wissenschaftliche Analyse zur Verfügung gestellt werden.

Ein Aspekt der naturwissenschaftlichen Aufarbeitung der Duisburger Ereignisse ist die detaillierte Fußgängersimulation. Die aus Fotos und Videos gewonnenen Daten dienen dabei als Basis, um die Fußgängermengen in der Simulation realistisch abzubilden. Die Analyse könnte helfen, in Zukunft früher und gezielter in Menschenströme einzugreifen und Katastrophen wie die in Duisburg zu verhindern.

Link zum Webportal:
http://www.evakuierungsforschung.de/
Informationen zum Forschungsprogramm Hermes:
http://www.fz-juelich.de/jsc/appliedmath/ped/projects/hermes-de/

Annemarie Winkens | FZ Jülich
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

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