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Europas Top-Netzwerker im Leichtbau sitzen in Chemnitz

08.11.2016

Bundesexzellenzcluster MERGE der TU Chemnitz setzt international wichtige Impulse für nachhaltige Entwicklung auf dem Gebiet des Leichtbaus

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt im Rahmen der Fördermaßnahme "Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken" die internationale Vernetzung des Bundesexzellenzclusters MERGE der Technischen Universität Chemnitz.


MERGE-Koordinator Prof. Dr. Lothar Kroll (l.) erläutert im MERGE-Technologiezentrum an der TU Partnern aus Polen, in welchen Größenordnungen Bauteile "in einem Schuss" gefertigt werden können.

Foto: TU Chemnitz/Sven Gleisberg

„Er ist der einzige der 43 Exzellenzcluster aus der Bundesexzellenzinitiative in Deutschland, dessen Internationalisierung auf diesem Weg gefördert wird“, sagt der Rektor Prof. Dr. Gerd Strohmeier und verweist auf MERGEurope. Unter dieser Bezeichnung wurde in den vergangenen zehn Monaten federführend von der TU Chemnitz ein europaweit wettbewerbsfähiges Netzwerk gebildet. Mehr als 400 Partner in Wissenschaft und Wirtschaft aus Polen, Tschechien, Spanien, Italien, Deutschland und den Niederlanden sind hier bereits miteinander verbunden.

„Dieses Netzwerk dient dem Wissens- und Informationsaustausch, schafft Synergien und hilft dabei, neue Forschungsfelder und Märkte auf dem Gebiet der Leichtbautechnologien zu erschließen“, erläutert MERGE-Koordinator Prof. Dr. Lothar Kroll.

„Wenn heute in Europa über Leichtbau und internationale Kooperationen in diesem wichtigen Forschungsfeld des 21. Jahrhunderts gesprochen wird, nimmt der Bundesexzellenzcluster MERGE der TU Chemnitz einen zentralen Stellenwert ein“, sagt der Rektor.

„Der Grund dafür ist der interdisziplinäre Ansatz von MERGE mit einer Brückenfunktion zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, er begründet in der deutschen Clusterlandschaft ein Alleinstellungsmerkmal im Bereich der Schlüsseltechnologie Leichtbau“, ergänzt Kroll. „MERGE trägt maßgeblich in Europa und darüber hinaus zur Reputation und Strahlkraft der TU Chemnitz bei“, versichert Strohmeier.

Nun wollen die Chemnitzer noch einen Schritt weitergehen und gemeinsam mit sechs anderen Forschungsverbünden eine Europäische Allianz im Leichtbau (ELCA) gründen. „Diese Allianz vereint in der Startphase Verbünde mit mehr als 1.000 europäischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet des Leichtbaus im Bereich der Mobilität und des Transports“, berichtet Kroll.

Die Partner dieser Allianz kommen aus Großbritannien, Frankreich, Italien, Schweden und Deutschland. Die Projektkoordination übernehmen erneut die Chemnitzer Wissenschaftler. „Wer heute an einer nachhaltigen Entwicklung des Leichtbaus interessiert ist und international wettbewerbsfähig sein will, muss in länderübergreifenden Netzwerkstrukturen denken“, versichert Kroll.

„Bei der großen Vielfalt der im Leichtbau verwendeten Materialien, Strukturen und Technologien sowie deren Anwendungen sind die enge interdisziplinäre Kooperation und der internationale Wissenstransfer Voraussetzung für ein erfolgreiches Agieren von Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Wettbewerb“, ergänzt der MERGE-Koordinator.

Stichwort: Bundesexzellenzcluster MERGE

In diesem bundesweit einzigartigen Projekt arbeiten seit 2012 etwa 100 Wissenschaftler und Techniker an einer Technologiefusion multifunktionaler Leichtbaustrukturen. Ziel ist es, heute noch getrennte Fertigungsprozesse bei der Verarbeitung unterschiedlicher Werkstoffgruppen wie Textilien, Kunststoffe und Metalle zusammenzuführen und mit Sensorik und Aktorik auszustatten. Mehrkomponentenbauteile können dann in Großserie kostengünstiger und energieeffizienter produziert werden.

Im Bundesexzellenzcluster sind auch Großunternehmen und zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen eingebunden, die komplementär die Wertschöpfungskette „Vom Werkstoff zur Leichtbaustruktur“ abbilden. Die Projektergebnisse des Clusters bedienen führende Märkte der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, des Maschinenbaus und der Mikrosystemtechnik.

Homepage des Bundesexzellenzclusters MERGE: https://www.tu-chemnitz.de/MERGE

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Lothar Kroll, Telefon 0371 531-23120, E-Mail lothar.kroll@mb.tu-chemnitz.de, und Dr. Jürgen Tröltzsch, Geschäftsführer MERGE, Telefon 0371 531-35665, E-Mail juergen.troeltzsch@mb.tu-chemnitz.de.

Dipl.-Ing. Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz

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