Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bildverarbeitung als Herausforderung für die Forschung

05.11.2014

Das neue Kompetenzzentrum ACTIVE der RWTH Aachen will die Aktivitäten im Bereich biomedizinische Bildverarbeitung ausbauen

Da muss ich mir erst ein Bild von machen“ - eine Redewendung, mit der sich Patienten häufig in der ärztlichen Praxis konfrontiert sehen. Sie warten dann meist mit Anspannung auf die Ergebnisse von Röntgen-, Ultraschall- oder Computertomografie-Untersuchungen, die über Diagnose und Therapie entscheiden. Bildgebung spielt aber nicht nur in der Medizin eine bedeutende Rolle, sondern auch in vielen anderen Bereichen wie Produktion, Materialwissenschaft, Qualitäts- und Prozesskontrolle.


Der RWTH-Lehrstuhl für Bildverarbeitung entwickelte Erkennungsverfahren, um automatisch tumorverdächtige Zellkerne mit kleinsten morphologischen Veränderungen in digitale Aufnahmen zu identifizieren. Foto: Peter Winandy

Die RWTH Aachen eröffnete jetzt ein neues Kompetenzzentrum für biomedizinische Bildverarbeitung mit dem Namen ACTIVE. Das Kürzel steht für "Aachen Center for Biomedical Image Analysis, Visualization and Exploration".

Professorin Dorit Merhof brachte die Bewilligung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die das Zentrum mit mehr als 500.000 Euro fördert, bei ihrer Berufung mit nach Aachen. Die RWTH gibt eine weitere Stellenausstattung dazu.

Das Zentrum ist am Lehrstuhl für Bildverarbeitung angesiedelt, dessen Inhaberin Professorin Merhof ist. Die Ingenieurin baute bereits an der Universität Konstanz ein äquivalentes Zentrum auf. Auch ACTIVE will Methoden zur automatisierten, effizienten Analyse, Klassifikation und Visualisierung biomedizinischer Bilddaten sowie zur Verarbeitung großer Datenmengen („Big Data“) entwickeln.

Damit sollen zugleich die Aktivitäten im Bereich der biomedizinischen Bildverarbeitung und Datenanalyse am Standort Aachen gebündelt und ausbaut werden. Moderne Bildgebungsverfahren ziehen einen direkten Bedarf an dedizierten, professionellen Verarbeitungsverfahren nach sich, sodass generell ein stark anwachsender Bedarf an professioneller biomedizinischer Bildverarbeitung und Datenanalyse zu verzeichnen ist.

Zudem ist die Analyse innovativer Bilddaten ein herausforderndes Forschungsumfeld für technische Disziplinen wie Elektrotechnik, Informatik, Mathematik, so dass diese Schnittstelle ein hohes Potential für innovative, interdisziplinäre Forschung bietet.

Anlässlich der Eröffnung von ACTIVE fand ein Workshop zur Bildverarbeitung an der RWTH statt, um eine gemeinsame Forschungsstrategie hochschulweit auszuloten. Hierbei wurden der Profilbereich Medical Science and Technology von Professor Jörg Schulz vertreten, das Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik von Professor Fabian Kiessling, das Integrierte Interdisziplinäre Institut für Medizintechnik von Professor Thomas Schmitz-Rode, JARA-Brain durch Dr. Volker Backes, das Visual Computing Institute durch Professor Torsten Kuhlen, das Interdisciplinary Imaging & Vision Institute Aachen durch Professor Robert Schmitt und ACTIVE als neues Zentrum durch Dorit Merhof.

Thomas von Salzen |
Weitere Informationen:
http://www.rwth-aachen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Nano-CT-Gerät liefert hochauflösende Aufnahmen von winzigem Stummelfüßer-Bein
07.11.2017 | Technische Universität München

nachricht Neues Verbundprojekt erforscht die neurodegenerative Erkrankung Morbus Alzheimer
12.09.2017 | Universitätsklinikum Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte