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Projekt zur Konfliktbearbeitung

08.05.2002


Im April startete am Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Erfurt ein neues Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Darin sollen Strategien zur Bearbeitung von Konflikten, Aggression und Gewalt in der Kinder- und Jugendarbeit untersucht werden. Das Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Bernd Stickelmann wird durch das XENOS-Programm aus dem Europäischen Sozialfonds und die Fachhochschule Erfurt gefördert.

Wie Konflikte ausgetragen, wie Aggression und Gewalt von Kindern und Jugendlichen in ihren Lebenszusammenhängen bewältigt werden, hängt wesentlich von jenen Mustern ab, die sie in ihren sozialen Kontexten erfahren und erlernt haben. Weil Konflikte, Aggression und Gewalt Bestandteil des sozialen Lebens und des Alltags sind, können diese Muster zum Ausgangspunkt sozialpädagogischer Intervention werden: So sind mit pädagogischen Mitteln Zugänge und Handlungsalternativen aufzuzeigen. Wie sich die Konfliktbewältigung bei Kindern und Jugendlichen durch Einübung solcher alternativer Handlungsmuster im Rahmen der Kinder- und Jugendarbeit verändern kann, soll im Forschungsprojekt entwickelt und erforscht werden. Über die Beschäftigung mit möglichen Konfliktlösungen sollen Muster der Konfliktbewältigung eingeübt und neue Formen des sozialen Handelns erfahren werden. Dazu werden mit Professionellen der Kinder- und Jugendarbeit in Thüringen Ansätze und Arbeitsformen zur Auseinandersetzung mit Konflikten, Aggression und Gewalt erarbeitet und im Rahmen der praktischen Arbeit erprobt. Unterstützt werden die Professionellen dabei von Expertinnen und Experten, die Trainingseinheiten (u.a. Deeskalations-, Anti-Aggressivitätstraining, Rollenspiele, Konfliktmanagement) durchführen. Kinder- und Jugendeinrichtungen werden somit zu einem sozialen Raum produktiver Konfliktlösung.

Weitere Informationen und Kontakt: Prof. Dr. Bernd Stickelmann und Dipl.-Päd. Thomas Putz, Telefon +49 0361 / 6700 -994, E-Mail: putz@soz.fh-erfurt.de

Roland Hahn | Pressemitteilung

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