Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bulmahn startet Strategieprozess zur Neuausrichtung der Nanotechnologie-Förderung in Deutschland

08.05.2002


BMBF initiiert Nachwuchswettbewerb über 75 Millionen Euro

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn hat in Bonn eine strategische Neuausrichtung der Nanotechnologie in Deutschland angekündigt. Ziel sei es, dem spürbaren Aufbruch und der wachsenden Dynamik in der Nanotechnologie durch neue, strategische Impulse zum Durchbruch zu verhelfen, sagte Bulmahn anlässlich der Eröffnung des BMBF-Kongresses NanoDe.

"Das BMBF macht Ernst mit einer eindeutigen Prioritätensetzung zugunsten der Nanotechnologie", betonte Bulmahn vor den rund 600 Teilnehmern des Kongresses. In diesem Zusammenhang verwies die Bundesforschungsministerin auf die Entwicklung der BMBF-Ausgaben im Bereich der Nanotechnologie-Projektförderung. So betrage die Steigerung des laufenden Haushaltes im Vergleich zum Vorjahr 64 Prozent. Vergleiche man die Ansätze von 2002 (88,5 Millionen Euro) mit denen von 1998 (27,6 Millionen Euro), dem letzten Haushaltsjahr der Vorgängerregierung, so mache die Steigerung mehr als 200 Prozent aus. Die Förderung der Nanotechnologie ist nach Angaben Bulmahns in zahlreichen BMBF-Fachprogrammen Schwerpunkt.

Bundesforschungsministerin Bulmahn präsentierte einen zehn Punkte umfassenden Handlungsrahmen, der als Teil einer Gesamtstrategie bis Ende des Jahres in ein Rahmenkonzept zur künftigen Förderung der Nanotechnologie münden soll. Die wichtigsten Punkte daraus:

"Das BMBF startet jetzt einen Nachwuchswettbewerb Nanotechnologie, für den über einen Zeitraum von fünf Jahren ca. 75 Millionen Euro für Forschungsprojekte wissenschaftlicher Nachwuchsgruppen zum Thema Nanotechnologie zur Verfügung gestellt werden", kündigte Bulmahn an. Hervorragende junge Nano-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland erhielten die Möglichkeit, unabhängig, das heißt als eigenverantwortlicher Projektleiter, im Bereich naturwissenschaftlich-technisch benachbarter Disziplinen zu forschen.

Darüber hinaus wird das BMBF nach Abstimmung mit Wirtschaft und Wissenschaft und ergänzend zur bisherigen Förderung eine Ausschreibung für "Leuchtturmprojekte" initiieren. Das sind strategisch angelegte Forschungskooperationen unter führender Mitwirkung der Industrie, mit denen stärker als bisher der Abgleich der öffentlichen Forschung mit den strategischen Interessen der Industrie in Deutschland gesucht wird.

Für kleinere und mittelständische Unternehmen (KMU) wird der Zugang zu Forschungsprogrammen und damit zu aktuellen FuE-Ergebnissen weiter optimiert. Dafür sind die Antrags- und Förderverfahren vereinfacht worden. So wird der Zeitraum zwischen Projektidee und Förderentscheidung weiter verkürzt.

"Mit ihrem Innovationspotenzial kommt der Nanotechnologie eine große Bedeutung für die Sicherung und Stärkung des Wirtschafts- und Forschungsstandorts Deutschland und somit für die Schaffung und den Erhalt zukunftssicherer Arbeitsplätze zu", sagte die Bundesforschungsministerin.

Pressereferat (LS 13) | BMBF-Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/677_4345.html
http://www.bmbf.de/618_900.html
http://www.NanoDe.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Labor für die Aufbautechnik von ultradünnen Mikrosystemen
21.02.2017 | Hahn-Schickard

nachricht 36 Forschungsprojekte zu Big Data
21.02.2017 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie