Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einfachere Erforschung des Arzneimittelverbrauchs

06.05.2002


WIdO stellt erstmals eine vollständige Arzneimittelklassifikation mit zugehörigen Tagesdosen der Öffentlichkeit zur Verfügung

Mit der aktuellen Publikation des GKV-Arzneimittelindex im Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) werden neben einer detaillierten Darstellung der Methodik zur Klassifikation der deutschen Arzneimittel im Rahmen des Forschungsprojekts nun erstmals die für die Messung des Arzneimittelverbauchs erforderlichen Tagesdosen der einzelnen Wirkstoffe publiziert. "Dies macht die Forschung zum Arzneimittelverbrauch einfacher und ist eine wesentliche Arbeitserleichterung", erklärte Dr. J. Günther vom WIdO. Diese Veröffentlichung auf CD-ROM beschreibt in einem ersten Teil ausführlich die Methodik der Arzneimittelklassifikation nach dem anatomisch-chemisch-therapeutischen (ATC) Klassifikationssystem und die Festlegung von definierten Tagesdosen (DDD) im Forschungsprojekt GKV-Arzneimittelindex. In einem zweiten Teil findet sich nun erstmals eine vollständige Liste der ATC-Codes mit zugehörigen Tagesdosen (DDD) für den deutschen Arzneimittelmarkt.

Seit 1981 wird im Rahmen des von Ärzten, Apothekern und Krankenkassen gemeinsamen finanzierten Forschungsprojekts GKV-Arzneimittelindex der deutsche Arzneimittelmarkt mit dem Ziel einer verbesserten Anwendungs- und Markttransparenz analysiert. Die hierfür notwendige Klassifikation von Arzneimitteln wird durch das ATC/DDD-System der WHO ermöglicht. Erst die eindeutige Klassifikation von Arzneimitteln mit Hilfe des ATC-Codes und die Messung der verordneten Arzneimittelmenge mit Hilfe definierter Tagesdosen (DDD) als technischer Maßeinheit ermöglicht eine kontinuierliche und reproduzierbare Analyse des Verordnungsgeschehens.

Die langjährige Kooperation der WHO mit dem WIdO führt seit dem Jahr 2001 jährlich zu einer deutschen Übersetzung der international gültigen Klassifikation, die damit einem breiteren deutschsprachigen Nutzerkreis erschlossen werden kann.

Bereits im November 2001 veröffentlichte der GKV-Arzneimittelindex erstmals einen Methodikband, in dem die Vorgehensweise der ATC und DDD-Festlegung für den deutschen Arzneimittelmarkt detailliert beschrieben wurde. Hierzu zählen vor allem spezielle Kombinationspräparate sowie Zubereitungen der besonderen Therapierichtungen, die ausschließlich im deutschen Verordnungsmarkt eine Rolle spielen und daher in der internationalen WHO-Klassifikation nicht berücksichtigt werden. Mit der zusätzlichen Veröffentlichung eines ATC-Index mit den zugehörigen DDD-Angaben wird nunmehr die letzte Transparenzlücke geschlossen und der Forschungslandschaft ein vollständiges Instrumentarium zur Analyse des Arzneimittelverbrauchs an die Hand gegeben.

Die Publikation (auf CD-ROM) kann direkt beim Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) zum Preis von 21,00 Euro bezogen werden (Tel.: 0228/843-131; Fax: 0228/843-144).

Uwe Fricke und Judith Günther: Anatomisch-therapeutisch-chemische Klassifikation mit Tagesdosen für den deutschen Arzneimittelmarkt. Methodik der ATC-Klassifikation und DDD-Festlegung. ATC-Index mit DDD-Angaben. Bonn 2002, CD-ROM, Einzelpreis 21,00 Euro, ISBN: 3-922093-28-0

| ots

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Labor für die Aufbautechnik von ultradünnen Mikrosystemen
21.02.2017 | Hahn-Schickard

nachricht 36 Forschungsprojekte zu Big Data
21.02.2017 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie