Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sprays statt Tabletten und Injektionen

06.05.2002


Medikamente für Hirnerkrankungen sollen als Nasalsprays verabreicht werden

Medikamente sollen in Zukunft nicht mehr als Tabletten oder Injektionen verabreicht werden, sondern als Nasalsprays schlagen deutsche Forscher vor. Nach einer Studie des Wissenschaftlers Jan Born von der Universität von Lübeck gebe es bei gewissen Hirn-Erkrankungen eine schnellere Wirkstoffaufnahme, wenn die Präparate in die Nase gesprüht werden, berichtet BBC-online.

Die Forscher glauben, dass die Entdeckung vor allem Patienten mit Alzheimer und möglicherweise auch Menschen, die an Depressionen leiden, zu Gute kommen können. Born räumte aber ein, dass es weitere Versuche mit den Nasalsprays geben müsse, ehe diese Form der Applikation tatsächlich angewendet werden kann. In den ersten Untersuchungen zeigten Testpersonen, die Substanzen mit Nasalsprays verabreicht bekamen, positive Wirkungen. Insbesondere Substanzen, die Wirkstoffe zur Steigerung von Hirnaktivitäten enthielten, zeigten, dass es zu keiner Veränderung der Blutwerte gekommen sei.

Diese Form der Verabreichung sei insbesondere für Patienten positiv, denen das Medikament nicht oral oder intravenös verabreicht werden könne, so der Forscher. Das sei bei Präparaten, die heftige Nebenwirkungen in anderen Teilen des Körpers auslösen der Fall. Auch bei Patienten, die an Blutkrankheiten leiden, gebe es eine verbesserte Wirkung der Medikamente. In der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature Neuroscience berichtet Born, dass diese Verabreichung besonders gegen Krankheiten wie Alzheimer, der Funktionsstörung von Neuropeptid-Signalen, und Fettleibigkeit nützlich wäre.

Wolfgang Weitlaner | pte.monitor
Weitere Informationen:
http://news.bbc.co.uk
http://www.nature.com/neuro

Weitere Berichte zu: Alzheimer Nasalspray Tablette Verabreichung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Forschende der Uni Kiel entwickeln extrem empfindliches Sensorsystem für Magnetfelder
15.02.2018 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

nachricht Getarntes Virus für die Gentherapie von Krebs
31.01.2018 | Universität Zürich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Sektorenkopplung: Die Energiesysteme wachsen zusammen

22.02.2018 | Seminare Workshops

Die Entschlüsselung der Struktur des Huntingtin Proteins

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics