Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Feel Europe - eine europäische Expertenplattform startet in St. Ingbert

25.10.2007
Gefühle spielen in unserer noch immer stark individuell kommunizierenden Welt eine große Rolle. Neu ist die intensive globale Kommunikation mit einer Vielzahl nationaler Besonderheiten aber auch die Interaktionen mit innovativen technischen Systemen.

Hierzu gehören Systeme für ein emotionsgestütztes Lernen ebenso wie Roboter, die mit emotionalen Fähigkeiten ausgerüstet werden könnten, um Menschen in ihrer häuslichen Umgebung zu unterstützen. Gerade letzterem Aspekt sieht sich das Fraunhofer IBMT mit seiner angewandten Forschung im Bereich der Medizintechnik und der klinischen Diagnostik verpflichtet.

Diesem zweiteiligen Themenkreis, einmal der Erfassung von menschlichen Gefühlen, zum anderen deren Umsetzung in konkreten technischen Anwendungen haben sich 30 Experten aus 10 europäischen Ländern in einem von der Europäischen Union geförderten Projekt zugewandt. Koordiniert wird das Projekt von Professor Klaus-Peter Hoffmann vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) in St. Ingbert gemeinsam mit Professor Eduardo Fernandez von der Universität Miguel Hernandez in Elche (Spanien).

Unter dem Leitgedanken "Feel Europe" trafen sich 17 der international anerkanntesten Experten zu einem interdisziplinären Workshop im Alfa Hotel in St. Ingbert. Drei Tage lang arbeiteten die Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen, wie z.B. Messtechnik, Robotertechnik, Informatik, Musikwissenschaft, Choreographie, Körpersprache, Biomedizinische Technik, Physik, Chemie, Neurologie, Physiologie, Sozialwissenschaften und Ernährungswissenschaften, zusammen und diskutierten Fragen über Möglichkeiten, Anwendungen und Risiken der Erfassung und Messung menschlicher Gefühle.

... mehr zu:
»Biomedizin »Medizintechnik »Roboter

Das Ergebnis ist eine inter- und multidisziplinäre Plattform, die zukünftig eine intensive Zusammenarbeit und einen regen Wissenstransfer zwischen europäischen Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft ermöglichen wird. Der nächste Schritt ist das Zusammenfassen des gegenwärtigen wissenschaftlichen Standes und davon ausgehend die Entwicklung von Visionen und Projekten für die Zukunft. Schon Mitte nächsten Jahres soll dieses sogenannte "White Paper" der Europäischen Kommission und der breiten Öffentlichkeit vorgelegt werden, um so wichtige Impulse für eine schnelle und nachhaltige Ergebnisumsetzung zu induzieren. Deutlich ergab der Workshop, dass nicht alle Robotersysteme mit Emotionen ausgerüstet werden sollten. Die bislang noch klare Trennung zwischen Mensch und Roboter ist ein wichtiges Element unserer Industriekulturen. Diese sozial-ethischen Aspekte sollten insbesondere im Umgang der heranwachsenden Generation mit emotionalen Robotern Beachtung finden.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Klaus-Peter Hoffmann
Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT
Abteilung Medizintechnik & Neuroprothetik
Ensheimer Straße 48
66386 St. Ingbert
Telefon: 06894/980-401
Fax: 06894/980-400
E-Mail: klaus.hoffmann@ibmt.fraunhofer.de

Annette Maurer | idw
Weitere Informationen:
http://www.ibmt.fraunhofer.de
http://cordis.europa.eu/germany/presidency/showcases-nest3_de.html

Weitere Berichte zu: Biomedizin Medizintechnik Roboter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Labor für die Aufbautechnik von ultradünnen Mikrosystemen
21.02.2017 | Hahn-Schickard

nachricht 36 Forschungsprojekte zu Big Data
21.02.2017 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie