Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sprachen lernen als lebenslange Aufgabe

05.10.2007
Experte der Freien Universität stellt Abschlussbericht der EU-Arbeitsgruppe "Mehrsprachigkeit" vor

Der Leiter des Sprachenzentrums der Freien Universität Berlin und Honorarprofessor für Englische Philologie, Dr. Wolfgang Mackiewicz, hat in Brüssel den Abschlussbericht der "Hochrangigen Gruppe Mehrsprachigkeit" vorgestellt.

Die Gruppe war vor einem Jahr auf Beschluss der Europäischen Kommission eingesetzt worden, um Vorschläge für Verbesserungen beim Sprachenlernen und allgemein bei der Bewältigung der sprachlichen Herausforderungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auszuarbeiten. Dr. Mackiewicz ist Berichterstatter des interdisziplinär zusammengesetzten Gremiums.

Einig waren sich die Experten, dass die Motivation für das Erlernen von Sprachen erhöht werden muss. Die Gruppe spricht sich für die vermehrte Produktion von Fernsehprogrammen aus, die Sprachenlernen und Unterhaltung miteinander verbinden, und empfiehlt, mehr originalsprachige Sendungen mit Untertiteln in die Programme aufzunehmen.

Darüber hinaus sollen die sprachlichen Ressourcen von Migrantenkindern genutzt werden, um den interkulturellen Dialog zu fördern. Kinder aus Zuwandererfamilien sollten in ihren Herkunftssprachen alphabetisiert werden. Die Gruppenmitglieder setzen sich auch dafür ein, mehr Dolmetscher und Übersetzer in Krankenhäusern und Verwaltungen einzusetzen. Für die Ausbildung entsprechender Sprachmittler sollen Studiengänge entwickelt werden.

Angesichts der zunehmenden Nachfrage nach Arabisch, Chinesisch, Hindi, Japanisch und Russisch plädieren die Experten dafür, die Sprachenangebote in den Bildungssystemen zu erweitern. Voraussetzung seien europaweit einheitliche Maßstäbe für die Sprachenlehre. Die Gruppe empfiehlt außerdem, Hochschulprogramme zu entwickeln, mit denen Spezialisten für mehrsprachige Kommunikation ausgebildet werden, und die Forschung zum Thema Mehrsprachigkeit voran zu treiben.

Nähere Auskünfte erteilt Ihnen gern:
Dr. Wolfgang Mackiewicz, Tel. 838-54501, E-Mail: erasmspr@zedat.fu-berlin.de
Weitere Informationen:
http://Der Bericht wurde an den EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit, Leonard Orban, übergeben und soll Grundlage für konkrete Projekte sein. Er ist in englischer Sprache verfasst und kann von der Website der EU-Kommission heruntergeladen werden:
http://ec.europa.eu/education/policies/lang/doc/multireport_en.pdf
http://Eine Kurzfassung in deutscher Sprache gibt es unter:
http://ec.europa.eu/education/policies/lang/doc/multishort_de.pdf

Carsten Wette | idw
Weitere Informationen:
http://www.fu-berlin.de

Weitere Berichte zu: Mehrsprachigkeit Sprachenlernen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Verbundprojekt erforscht die neurodegenerative Erkrankung Morbus Alzheimer
12.09.2017 | Universitätsklinikum Würzburg

nachricht Damit sich Mensch und Maschine besser verstehen
04.09.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie