Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Maschineninformation multimedial

12.04.2002


Im Rahmen des Forschungsvorhabens "mumasy" entstand ein Multimedia-Maschineninformationssystem, das in Zukunft Maschinenbedienern und Service-Personal das Leben leichter machen soll. Die offizielle Abschlusspräsentation findet Ende April in Frankfurt statt.

Vor drei Jahren hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) das Verbundprojekt "mumasy" ins Leben gerufen. Ziel von "mumasy" war, die gesamte technische Maschinendokumentation in Text, Bild und Ton so aufzubauen und zugänglich zu machen, dass sich dem Anwender alle Informationen, die er braucht, rasch und unkompliziert erschließen. In standardisierter Form sollten sie ihm genau dort zur Verfügung stehen, wo er sie braucht: direkt an der Maschine. Insgesamt zwölf Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie zwei Fraunhofer-Institute arbeiteten unter der Koordination der VDMA-Gesellschaft für Forschung und Innovation VFI mbH gemeinsam daran. Nach dreijähriger Forschungsarbeit werden nun die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Abschlusspräsentation findet am 23. April 2002 im VDMA-Haus in Frankfurt am Main statt. Bereits vorab stellen die Projektpartner zusammen mit dem BMWi auf der Hannover Messe einzelne Projektergebnisse von "mumasy" vor: VDMA-Arena, Mittwoch, 17. April 2002.

Immer komplexer werdende Maschinen und Anlagen sowie die zunehmende Vernetzung von Lieferanten- und Kundenbeziehungen machen ein effizientes Informationsmanagement entlang des Produktlebenszyklus notwendig. "Eine durchgängige struktur- und werkzeugbasierte Technische Dokumentation ist eine wichtige Grundlage für eine effiziente Informationslogistik zwischen Lieferant und Kunde", erklärt Jürgen Mauch vom Fraunhofer IPA. Die Technische Dokumentation ist zwar der zentrale Träger von technischer Information, weist bisher aber oft eine Reihe von Defiziten auf: Sie ist uneinheitlich, nicht immer aktuell und nur eingeschränkt wiederverwendbar. Ein wesentlicher Teil des Projekts war darum die Erstellung einer DTD (Document Type Definition). Mit einer DTD können mit Hilfe von Metasprachen wie XML (eXtensible Markup Language) oder SGML (Standard Generalized Markup Language) Daten strukturiert erfasst und weitergegeben werden.

Die "mumasy"-Projektgruppe unter Leitung des Fraunhofer IPA hat dafür ein Nutzungswerkzeug konzipiert und prototypisch umgesetzt. Die XML-Dateien werden über einen Internetserver aufbereitet und generisch einem anfragenden Client zur Darstellung übergeben. Die Anzeige der Technischen Dokumentation erfolgt in einem Internetbrowser. Neben Navigationsbäumen und unterschiedlichen Sichten auf die Struktur - so kann man beispielsweise zwischen Funktions- oder Aufbausicht wechseln - steht dem Benutzer eine umfangreiche Suchmöglichkeit im Datenbestand von "mumasy" zur Verfügung.

Einfache Navigation und multimediale Darstellung der Inhalte sowie die Integration in die Maschine sind wichtige Voraussetzungen für eine Nutzung der Technischen Dokumentation direkt an der Maschine." Dies soll in Zukunft den Maschinenbedienern sowie dem Instandhaltungs- und Service-Personal das Leben leichter machen", sagt Jürgen Mauch vom Fraunhofer IPA. So war eine Aufgabe des "mumasy"-Teams, die Dokumentation benutzerspezifisch aufzubereiten und dem Bedien- bzw. Instandhaltungspersonal aufgabenorientiert bereitzustellen. Ist das Dokumentationssystem an die Maschinensteuerung angebunden, erhält das Personal beispielsweise direkte Empfehlungen für den Störfall. Alle eingeleiteten Maßnahmen können direkt protokolliert und in den Datenbestand von "mumasy" aufgenommen werden.

Die "mumasy"-Projektpartner:
APS GmbH, Aachen, INA COI GmbH, Herzogenaurach, Dorst GmbH & Co., Kochel am See, Eigner+Partner AG, Karlsruhe, Homag Maschinenbau AG, Schopfloch, KUKA Roboter GmbH, Augsburg, Liebherr GmbH, Biberach/Riß, Schuler Pressen GmbH & Co. KG, Göppingen, Joseph Vögele AG, Mannheim, Wirtgen GmbH, Windhagen, VDMA-Gesellschaft für Forschung und Innovation mbH, Frankfurt am Main, Fraunhofer ISI, Karlsruhe, Fraunhofer IPA, Stuttgart, FISW Steuerungstechnik GmbH, Stuttgart, Serco GmbH & Co. KG, Bonn


Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dipl.-Ing. Jürgen Mauch, Telefon: 0711/970-1991, Telefax: 0711/970-1926, E-Mail: jcm@ipa.fhg.de

 

VDMA-Gesellschaft für Forschung und Innovation (VFI) mbh, Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt/Main
Dr.-Ing. Beate Stahl, Telefon: 069/6603-1295, Telefax: 069/6603-1673, E-Mail: beate.stahl@vdma.org

Dipl.-Ing. Michaela Neuner | idw
Weitere Informationen:
http://www.mumasy.de/

Weitere Berichte zu: Datenbestand Lieferant Maschineninformation VDMA-Gesellschaft VFI

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Placebo-Effekt hilft nach Herzoperationen
11.01.2017 | Philipps-Universität Marburg

nachricht Innovation: Optische Technologien verändern die Welt
01.12.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Feinstaub weckt schlafende Viren in der Lunge

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Energieeffizienter Gebäudebetrieb: Monitoring-Plattform MONDAS identifiziert Einsparpotenzial

16.01.2017 | Messenachrichten

Nervenkrankheit ALS: Mehr als nur ein Motor-Problem im Gehirn?

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie