Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Berlin: "Fluidsystemtechnik" wird weiter gefördert

02.04.2002


Der Akademische Senat der TU Berlin hat die Weiterführung des fakultätsübergreifenden Forschungsschwerpunktes "Fluidsystemtechnik" für weitere drei Jahre beschlossen. Dem Beschluss vorausgegangen war eine externe Begutachtung durch Wissenschaftler und Fachleute aus Forschung und Industrie Ende vergangenen Jahres.

Der Begriff "Fluid" wird allgemein verwandt, um nicht näher bezeichnete Flüssigkeiten und/oder Gase zu beschreiben. Die "Fluidsystemtechnik" umfasst die anwendungsorientierte Gestaltung, Berechnung, Messung, Evaluierung und Verbesserung fluiddynamischer Systeme. Hierzu gehören unter anderem Strömungsmaschinen, verkehrstechnische Systeme, verfahrenstechnische Apparate sowie Gebäudeaerodynamik.

Aktuelle Forschungs- bzw. Entwicklungsvorhaben beschäftigen sich beispielsweise mit Anwendungen im Bereich Pumpen und Turbinen, Rührern, Materialbeschichtungen, Heizungs- und Lüftungsanlagen, Schwingungen und Geräuschen sowie Tensiden oder bioorganischen Reaktionen.

Darüber hinaus befasst sich der Forschungsschwerpunkt mit Aufgaben, die primär die Infrastruktur an der TU Berlin für Kooperationen in der Fluidsystemtechnik verbessern und gemeinsam verwendbare Ressourcen (Versuchsmethoden, Softwareumgebungen für numerische Strömungsberechnungen, Datenbanken) schaffen sollen. So wurde beispielsweise zur Verbesserung des Erfahrungsaustausches im Bereich "Computational Fluid Dynamics" (CFD) ein gemeinsamer Lizenz-Pool für numerische Strömungsberechnungen eingerichtet. Mit diesem Pool, der die Lizenzen dreier kommerzieller Anbieter in ausreichender Anzahl enthält, konnte ein Netzwerk für den wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch geschaffen werden, das die Einarbeitungs- und Bearbeitungszeiten von CFD-Projekten verkürzen hilft.

Der Forschungsschwerpunkt "Fluidsystemtechnik" arbeitet seit Ende des Jahres 1998 als interdisziplinärer Zusammenschluss und ist mittlerweile auf 20 Fachgebiete aus drei Fakultäten der TU Berlin angewachsen. Hinzu kommen Partner aus außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Kooperationen mit Einrichtungen wie beispielsweise der Bundesanstalt für Materialprüfung oder dem Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin.

Mit dem Forschungsschwerpunkt "Fluidsystemtechnik" werden die Kompetenzen zum Thema Fluidsystemtechnik an der TU Berlin effektiv gebündelt. Damit steht ein breit angelegtes leistungsfähiges Kompetenzzentrum zur Verfügung, das anwendungsnahe Fachgebiete zusammenführt, deren Sachausstattung sowie technisches Know-how sich auf dem neuesten Stand befindet.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne Dipl.-Ing. Frank-Peter Schindler, Geschäftsführung
Forschungsschwerpunkt Fluidsystemtechnik der TU Berlin, Tel.: 030/31184-228, Fax: 030/31184-400,
E-Mail: fps@vws.tu-berlin.de.

Ramona Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/fst/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Blick unter den Gletscher
12.06.2017 | Universität Bern

nachricht ROBOLAB generiert neue Forschungsansätze und Kooperationen
08.05.2017 | Hochschule Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie