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5,7 Mio. Euro für neue Forschungsvorhaben im AiF-Initiativprogramm "Zukunftstechnologien"

26.03.2002


14 hochinnovative Forschungsprojekte starten ab dem 1. April im Initiativprogramm "Zukunftstechnologien für kleine und mittlere Unternehmen" (ZUTECH) der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" (AiF). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) fördert die Vorhaben mit rund 5,7 Mio. Euro. Nach der jetzt abgeschlossenen sechsten Wettbewerbsrunde unterstützt ZUTECH insgesamt 81 Projekte mit 30 Mio. Euro. Die AiF hat ZUTECH als Erweiterung der industriellen Gemeinschaftsforschung entwickelt, um die branchenübergreifende Zusammenarbeit zu Gunsten der mittelständischen Wirtschaft anzuregen.

Innovative Fertigungsverfahren und Werkstoffe sowie neuartige Simulations- und Softwareentwicklungen bilden inhaltliche Schwerpunkte der jetzt erfolgreichen Projektvorschläge. Ein Vorhaben untersucht die Möglichkeiten des Laserstrahlschweißens zur reißfesten Verbindung wasserdichter und atmungsaktiver Folien und Membranen in der Bekleidungsindustrie. Ein anderes liefert mittels Simulation Berechnungsmethoden der mechanischen Eigenschaften geklebter Stahlbauteile für den Fahrzeugbau. Wissenschaftler aus Denkendorf (Baden-Württemberg) und Freiberg (Sachsen) wollen mit einer schwer entflammbaren und hitzebeständigen Beschichtung auf Cellulosebasis flexible Gegenstände aus Textil, Leder und Kunststoff bei Bränden dauerhaft schützen. In der umwelttechnischen Forschung sollen Brennstoffzellen zur Herstellung hochreiner Chemikalien für Medizin und Pharmazie ebenso wie für die Halbleiter- und Nanotechnologie genutzt werden.

120 Forschungsstellen sind bundesweit mit den 81 Vorhaben betraut; an 35 Vorhaben sind Forschungsstellen in den neuen Ländern beteiligt. In der Rangliste der Forschungsstandorte mit ZUTECH-Projekten führen Aachen und Dresden, gefolgt von Bremen und Chemnitz. Zu 35 Prozent lassen sich die Vorhaben dem Themenkreis Neue Werkstoffe zuordnen. Es folgen Simulation und Software sowie Mikrosystemtechnik und Mikroelektronik.

Die elfköpfige Jury besteht aus Unternehmens-, Wissenschafts- und Ministeriumsvertretern. Sie ist die letzte Hürde im Wettbewerb: Die ursprünglich 51 Anträge hatten bereits eine hochselektive Bewertung der AiF-Gutachtergruppen und ein gruppenübergreifendes Ranking durchlaufen.

Bedingung für die Förderung im Initiativprogramm ist die herausragende wissenschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Forschungsvorhaben. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von in der Regel zwei bis drei Forschungsstellen erlaubt branchenübergreifende Lösungen.

Die AiF als Selbstverwaltungsorganisation der deutschen Wirtschaft ist Träger der branchenweiten industriellen Gemeinschaftsforschung, die vom BMWi gefördert wird. Außerdem fungiert sie als Projektträger des Bundes für mehrere firmenspezifische Förderprogramme. Insgesamt vergibt die AiF knapp eine viertel Mrd. Euro öffentliche Mittel pro Jahr.

Silvia Behr | idw
Weitere Informationen:
http://www.aif.de/

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