Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DAAD: 935.000 Euro für zwei weitere internationale Promotionsprogramme

20.03.2002


Insgesamt fast 1,4 Millionen Euro für hochqualifizierte Doktoranden aus dem In- und Ausland

Mit rund 935.000 Euro fördert der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) zwei neue Promotionsprogramme der Universität Göttingen: 480.000 Euro erhält die Mathematische Fakultät für ihre International Graduate School of Mathematics and Computer Science, etwas mehr als 455.000 Euro gehen an das an der Agrarwissenschaftlichen Fakultät angesiedelte International PhD-Program for Agriculatural Science in Göttingen (IPAG). Ziel der Förderung im Rahmen des Programms "Promotion an Hochschulen in Deutschland" ist es, an "Zentren ausgewiesener wissenschaftlicher Qualität" attraktive Angebote für Doktoranden aus dem Inland und hochqualifizierte Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland zu schaffen. Die Universität Göttingen ist bereits in der ersten Auswahlrunde im Sommer vergangenen Jahres mit den beiden PhD-Studiengängen Wood Modification Technologies (in den Forstwissenschaften) sowie Molekulare Biologie / Neurowissenschaften erfolgreich gewesen. Sie ist damit bundesweit die einzige Hochschule, an der vier internationale Promotionsprogramme - zunächst über einen Zeitraum von drei Jahren - finanziert werden; das Fördervolumen liegt bei insgesamt knapp 1,4 Millionen Euro. Universitäts-Präsident Prof. Dr. Horst Kern wertete dies als Beleg für das hohe Niveau der forschungsorientierten Exzellenzförderung an der Georg-August-Universität.

Die International Graduate School of Mathematics and Computer Science vereint die Bereiche Mathematik, Informatik und Statistik. Sie wird zum Sommersemester 2002 ihre Arbeit aufnehmen und ist auf bis zu 60 Plätze für Doktoranden ausgerichtet, davon die Hälfte für Hochschulabsolventinnen und -absolventen aus dem Ausland. An dem größtenteils englischsprachigen Promotionsprogramm der Mathematischen Fakultät werden ausländische Gastdozenten mitwirken; die deutschen Doktoranden sollen außerdem ein oder zwei Semester im Ausland verbringen. Das International PhD-Programm for Agricultural Science in Göttingen, das im Wintersemester 2002/2003 startet, ist ebenfalls zum größten Teil englischsprachig aufgebaut. Pro Jahr sollen 20 bis 30 Promovenden aufgenommen werden. Langfristig soll der Promotionsstudiengang in enger Kooperation mit Partneruniversitäten im Ausland durchgeführt werden. Die DAAD-Fördermittel sind jeweils für die Bereiche Lehre, Betreuung, Organisation und Marketing vorgesehen.

Das Förderprogramm "Promotion an Hochschulen in Deutschland" mit einem Volumen von rund 12,3 Millionen Euro für die Jahre 2001 bis 2003 wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und gemeinsam vom Deutschen Akademischen Austauschdienst und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) durchgeführt. Bewilligungen für die Förderung von Promotionsprogrammen werden zunächst für drei Jahre ausgesprochen und können nach einer positiven Begutachtung um zwei Jahre verlängert werden.

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.gwdg.de/~fakagrar/
http://www.math.uni-goettingen.de/

Weitere Berichte zu: DAAD Doktorand Promotionsprogramm Science

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Fake News finden und bekämpfen
17.08.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Neues interdisziplinäres Zentrum für Physik und Medizin in Erlangen
25.07.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie