Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Low-Cost Lösungen für High-End Virtual Reality

20.03.2002


Bundesinnenminister Otto Schily besucht die i-CONE auf der Cebit


Das Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation IMK hat ein neues VR-System entwickelt, die i-CONE TM. In der i-CONE TM wird die virtuelle Umgebung auf eine große, gewölbte, horizontale Leinwand projiziert. Der Vorteil: Ecken und Kanten wie bei den bisher üblichen Projektionssystemen in einem Würfel (CAVE TM) gibt es nicht. Das absolute High-End VR-System kann sogar mit einem preisgünstigen, leistungsfähigen Linux-PC-Grafikcluster betrieben werden. Auf der CeBIT 2002 begeistert die i-CONE TM die Besucher.

Erstmals haben auf der CeBIT 2002 mehr als 700 Besucher pro Tag High-End Virtual Reality in der i-CONE TM auf dem Stand der Fraunhofer-Gesellschaft erlebt. "Die Besucher standen Schlange, um dieses Messe-Highlight mitzunehmen", freut sich Andreas Simon vom Kompetenzzentrum Virtuelle Umgebungen am Fraunhofer IMK über die große Resonanz. Die von ihm gemeinsam mit der Firma BARCO entwickelte i-CONE TM präsentiert mit einer nahtlosen 230 Grad Stereoprojektion mit einer hohen Auflösung von 5760x 1320 Pixel und einem 13.2-Kanal SurroundSystem mit vibrierendem Soundboden ein intensives VR Erlebnis das den Besucher unmittelbar in die virtuellen Szenen einbezieht. "Die Besonderheit der i-CONE TM ist auch, dass erstmals bis zu 30 Besucher eine VR-Show gemeinsam erleben. Und jeder hat das Gefühl, er steht am besten Platz", erklärt Andreas Simon die Vorzüge des am Fraunhofer IMK entwickelten Systems.
Durch den Einsatz von PC-Technologie auch im absoluten High-End Bereich wird diese Technologie jetzt nicht nur deutlich günstiger, sie erreicht auch mehr Zuschauer. Das steigert die Attraktivität dieser komplexen Systeme für kommerzielle Anwendungen. Als Besonderheit werden die Standard-PCs bildgenau synchronisiert, wodurch es möglich ist, den Stereoeffekt mit nur einem Projektor zu erzeugen, aktiv Stereo genannt. So können sich die Besucher auf eine virtuelle Reise durch den menschlichen Körper begeben, durch den Weltraum fliegen, oder die Planeten besuchen. Ecken und Kanten wie bei den herkömmlichen Projektionssystem der CAVE gibt es nicht. Die Besucher haben das Gefühl, tatsächlich in die virtuellen Welten einzutauchen.


i-CONE arbeitet mit vier Projektoren. "Die integrierte Edge-Blending-Technologie ermöglicht, dass die vier Teilbilder zu einem nahtlosen, stereoskopischen Bild zusammengefasst werden", erläutert Andreas Simon das System. Das Bild wird auf eine große horizontale Leinwand projiziert, die in einem Winkel von bis zu 230° gewölbt ist. "Das ist größer als das Blickfeld des Menschen. ", sagt der IMK-Wissenschaftler. Es erzeugt Bilder von außergewöhnlich hoher Qualität.

i-CONE TM wird bereits von der Gas- und Ölindustrie eingesetzt. Sie nutzt es, um virtuell die Dichte von neuen Gas- oder Ölfeldern zu erkunden - wichtig bei der Planung von Bohrlöchern. "Andere Einsatzgebiete für i-CONE TM sind Unterhaltung und Edutainment", berichtet Simon.

Dr. Ute Gärtel | idw
Weitere Informationen:
http://www.imk.fraunhofer.de/
http://www.cebit2002.fhg.de/

Weitere Berichte zu: High-End Low-Cost Projektionssystem Reality

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Verbundprojekt erforscht die neurodegenerative Erkrankung Morbus Alzheimer
12.09.2017 | Universitätsklinikum Würzburg

nachricht Damit sich Mensch und Maschine besser verstehen
04.09.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie