Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schneller Weg vom Labor in die klinische Praxis

14.03.2002


Prof. Dr. Bernhard Wörmann, Prof. Dr. Dieter Jahn und Prof. Dr. Rudi Balling (von links) diskutieren die Entwicklung von Schnelltests für die klinische Diagnostik auf der Basis von DNA-Chips


Städtisches Klinikum, TU und GBF gründen Zentrum für Therapieforschung

Das Städtische Klinikum Braunschweig, die Technische Universität Braunschweig und die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) richten gemeinsam ein Zentrum für Therapieforschung Braunschweig ein. Dazu werden die vorhandenen Forschungsmöglichkeiten eng vernetzt, um die klinische Forschung vor Ort zu stärken. Die Arbeit des Zentrums soll noch im ersten Halbjahr 2002 beginnen.

Ziel des Zentrums sind neue Konzepte für die Diagnose und Therapie akuter und chronischer Erkrankungen des Menschen. Die Erforschung der Zusammenhänge von genetischen und umweltbedingten Faktoren bei der Krankheitsentstehung ist ein weiteres zentrales Forschungsinteresse. Die ersten Projekte sollen den infektiologischen Schwerpunkt der GBF aufnehmen und in Zusammenarbeit mit der TU und dem Klinikum weiter entwickelt werden.

Eines der Probleme biomedizinischer Forschung ist der oft fehlende unmittelbare Kontakt zum Patienten und Arzt in der Klinik. Braunschweig besitzt ein viel versprechendes biomedizinisches Forschungspotenzial mit international ausgewiesenen Gruppen an den beteiligten Einrichtungen. Das Zentrum für Therapieforschung schafft neue Forschungsmöglichkeiten für Mediziner im Städtischen Klinikum und erforderliche Ausbildungsmöglichkeiten in der klinischen Pharmazie für die TU. Forschergruppen der TU und der GBF wird ein direkter Zugang zu Patienten ermöglicht, was einen schnellen Weg vom Labor in die klinische Praxis sichert.

Gleichzeitig wird nicht nur die Zusammenarbeit, sondern auch die Aus- und Fortbildung von Ärzten, Pharmazeuten und Naturwissenschaftlern verbessert. Durch eine Ringvorlesung der beteiligten Hochschullehrer und durch Praktika in den beteiligten Institutionen wird auch die Attraktivität des Forschungsstandortes Braunschweig für qualifizierte Mediziner und Naturwissenschaftler sowie für Studierende der Naturwissenschaften und der Pharmazie gesteigert.

Das Zentrum für Therapieforschung wird als eingetragener Verein gegründet und den Status eines An-Institutes der TU Braunschweig erhalten. Eingeworbene Forschungsgelder werden direkt in die Aktivitäten des Zentrums einfließen. Mittelfristig sollen bis zu 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt werden. Der Leiter des Zentrums wird durch einen Beirat aus den beteiligten Einrichtungen unterstützt. Das An-Institut gewährleistet den vollwertigen Status eines normalen Hochschulinstituts, auch bei der Durchführung von öffentlich geförderten Forschungsprojekten sowie der Aus- und Weiterbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Thomas Gazlig | idw

Weitere Berichte zu: Forschungsmöglichkeit Labor Therapieforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Verbundprojekt erforscht die neurodegenerative Erkrankung Morbus Alzheimer
12.09.2017 | Universitätsklinikum Würzburg

nachricht Damit sich Mensch und Maschine besser verstehen
04.09.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik