Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Robotertechnik therapiert Gelenkkrankheiten

10.04.2007
"Sabian": 1,55 Meter groß und 70 Kilogramm schwer

Die als "ArtLabs" bekannte Nebenstelle der Scuola Superiore Sant' Anna in Pontedera bei Pisa hat zusammen mit der japanischen Waseda University ein neues Labor für Roboterforschung eingeweiht. In dem gemeinsam betriebenen Robot-An wird der dem japanischen Prototypen "Wabian 2" nachempfundene "Sabian" gebaut.

Während Wabian 2 der muskulären Unterstützung von älteren oder kranken Menschen dient, ist Sabian auf rein biomedizinische Zwecke ausgelegt. Der derzeit nur aus einem mechanischem Unterbau und elektrischen Schaltkreisen bestehende Kunstmensch wird bis Jahresende auf eine Gesamtgröße von 1,55 Meter und ein Gewicht von 70 Kilogramm heranwachsen. Er wird mit jeweils sieben Bein- und drei Beckengelenken ausgerüstet. Damit muss er sämtliche in einem Haus anfallende Bewegungen wie Gehen, Sitzen, Bücken und Treppensteigen ausführen können. Die aus Stahl und Aluminium gefertigte Metallstruktur ist in Zusammenarbeit mit mehreren toskanischen Zulieferfirmen entstanden.

Projektleiter Paolo Davio erläutert: "Sabian wird auch Emotionen wie Traurigkeit, Aggressivität, Verärgerung und Freude äußern können. Sein Einsatz soll Erkenntnisse über sensormotorische Abläufe beim Menschen und deren mögliche Pathologien vermitteln. Die Herstellungskosten liegen bei rund 100.000 Euro. Doch es handelt sich nur um ein Zwischenstadium, denn später wird er auch mit Augen versehen sein, die die Umgebung wahrzunehmen imstande sind. Mit Hilfe einer aus 150 Einzelteilen bestehenden Kunsthand und der Eingabe von Rechenmodellen wird er Gegenstände ergreifen, ihre Beschaffenheit erkennen und auf mechanische Reize reagieren können."

... mehr zu:
»Roboter »Robotertechnik »Sabian »Wabian

"Aus den bisher üblichen mechanisch-elektronisch strukturierten Robotern werden dem Menschen immer ähnlichere Gebilde entstehen, in die die Erkenntnisse verschiedener Natur- und Geisteswissenschaften einfließen", so Davio weiter. "Angesichts ihrer steigenden Sensibilität und Ausdrucksfähigkeit sprechen wir bereits von der sogenannten Roboterethik. Unser Vorbild ist Leonardo da Vinci, einer der vielseitigsten Wissenschaftler überhaupt: Er war Ingenieur, Mathematiker und Philosoph in einer Person." Das im Jahre 1989 von Paolo Dario gegründete ArtLabs gilt europaweit als eines der fortschrittlichsten Zentren zur Entwicklung humanoider Roboter, künstlicher Körperteile und Neurorobotik.

Harald Jung | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.sssup.it

Weitere Berichte zu: Roboter Robotertechnik Sabian Wabian

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Speiseröhrenkrebs einfacher erkennen
06.03.2017 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Neues Labor für die Aufbautechnik von ultradünnen Mikrosystemen
21.02.2017 | Hahn-Schickard

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise