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Kontrastverstärkende Sonnenfilter im Alpinen Skisport bei Olympia 2002

18.02.2002


Prof. Dr. Lingelbach bei der Messanordnung


Das Messfeld.


Wenn Hilde Gerg und Martina Ertl sich in Salt Lake City auf ihren Skiern talwärts stürzen, ist eines unabdingbar: eine gute Sicht. Und dafür sorgen bei den Rennläuferinnen Schneebrillen, deren Gläser im Institut für Augenoptik an der Fachhochschule Aalen entwickelt wurden.

Das undifferenzierte Weiß der Piste birgt im Skisport große Gefahren in sich. Besonders im Abfahrtslauf, wo Geschwindigkeiten von über 30 Metern pro Sekunde erreicht werden, entscheidet die rechtzeitige Wahrnehmung eines Buckels über Wohl und Wehe der Athletinnen. "Das blendende Weiß des Schnees macht die Unterscheidung von Buckeln oder Senken besonders schwierig", erklärt Prof. Dr. Bernd Lingelbach vom Institut für Augenoptik an der FH Aalen. In einem gemeinsamen Projekt mit Dr. Gernot Jendrusch vom Institut für Sportmedizin an der Ruhr-Universität-Bochum wurden kontrastverstärkende Sonnenschutzfilter speziell für Skibrillen entwickelt. Den photometrischen Aufnahmen der Schneespektren im französischen Valmorel folgten dort einschlägige Tests an Bochumer Sportstudenten, bevor das gewonnene Resultat der Damenmannschaft des DSV vorgelegt wurde.

Mit der neuen Brille, die von UVEX nach den Vorgaben aus Aalen gefertigt wurde, gewann Hilde Gerg diesen Winter auf Anhieb ihren ersten Welt-Cup. Die Lenggrieserin war von der neuen Sicht auf den Wintersport derart begeistert, dass der Cheftrainer der DSV-Damen, Wolfgang Maier, ein ganzes Dutzend der neu entwickelten Brillen anforderte, um sein gesamtes Team damit für Salt Lake City ausrüsten zu können. "Weitere olympische Medaille der deutschen Skiläuferinnen wären natürlich ein glänzender Messwert für die Testreihe des Spezialfilters", schmunzelt Prof. Lingelbach und hält den Olympionikinnen weiter die Daumen.

Dr. Marc Dressler | idw

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