Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spin-off mit der tesa-Rolle

04.02.2002


Alles o.k.: Holospot auf tesa-Film (Foto: EML)


Erste erfolgreiche Ausgründung des European Media Laboratory: "tesa scribos" wird Hologramme als Sicherheitslabel produzieren

Das Heidelberger Forschungsinstitut European Media Laboratory (EML) feiert die erste erfolgreiche Ausgründung eines seiner Projekte: der holographischen Datenspeicherung auf tesa-Film. Die neue Firma mit Sitz in Mannheim trägt den Namen tesa scribos GmbH und wird von der Hamburger tesa AG finanziert. Mit diesem "spin-off" setzt sich die Erfolgsgeschichte einer Entdeckung weiter fort.

Vor knapp vier Jahren entdeckten die Physiker Dr. Steffen Noehte und Matthias Gerspach, damals beide noch an der Universität Mannheim, dass sich auf einem handelsüblichen tesa-Film Daten speichern lassen. Die beiden Wissenschaftler setzten ihre Forschungen am Heidelberger European Media Laboratory fort. Neben der Forschung an der sogenannten "tesa-ROM", konzentrierten sie sich auf den Datenspeicher zum Aufkleben: einen modifizierten tesa-Film, in den ein winziges individuelles Hologramm geschrieben wird. Die in diesem "Holospot" enthaltene Datenmenge ist ca. 1000 Mal größer als die eines herkömmlichen Barcodes und erlaubt die fälschungssichere Kennzeichnung von Produkten. Die EML-Forscher schafften es, Hard- und Software für den "Holospot" soweit zu optimieren, dass die Ausgründung möglich wurde.
Die neue Firma tesa scribos wird Anwendungen für die Pharmabranche, die Automobilindustrie und für Hersteller von ID-cards und Laborausrüstung entwickeln. Dabei geht es zum einen darum, mit Sicherheitskonzepten Ausweise fälschungssicher zu machen. Zum anderen können "Holospots" eingesetzt werden, um Plagiate zu verhindern und Originalverpackungen zu kennzeichnen.

... mehr zu:
»EML »EML-Forscher »KTS

Die tesa scribos GmbH soll als Gemeinschaftsunternehmen der Forscher und der tesa AG organisatorisch selbständig geführt werden, um eine zielgerichtete und konsequente Entwicklung der Verfahren unabhängig vom traditionellen Klebebandgeschäft der tesa AG sicherzustellen. "Insgesamt wird die Anfangsfinanzierung der Gesellschaft sich auf über fünf Mio. EURO belaufen und damit die weiteren Entwicklungsarbeiten sicherstellen", so die tesa AG heute auf ihrer Jahrespressekonferenz in Frankfurt.

Die European Media Laboratory GmbH (EML) ( www.eml.villa-bosch.de ) ist ein privates Forschungsinstitut für angewandte Informatik. Das Forschungsziel ist es, neue informationsverarbeitende Systeme zu entwickeln, bei denen der Nutzer die Technik nicht mehr als Hindernis wahrnehmen soll. Schwerpunkte liegen in der Bioinformatik und in mobilen Assistenzsystemen. Die EML-Forscher arbeiten eng mit Universitäten und der Industrie zusammen. Derzeit bearbeitet das EML im wesentlichen Forschungsprojekte der gemeinnützigen Klaus Tschira Stiftung (KTS) ( www.kts.villa-bosch.de ). Ebenso wie die KTS ist das European Media Lab in der Villa Bosch in Heidelberg beheimatet, dem ehemaligen Wohnsitz des Nobelpreisträgers Carl Bosch (1874 - 1940).

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Dr. Peter Saueressig
European Media Laboratory GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Tel: +49-6221-533-245
Fax: +49-6221-533-198 
peter.saueressig@eml.villa-bosch.de


Fragen zu tesa scribos beantwortet Ihnen gerne :

Dr. Steffen Noehte
Tesa scribos GmbH
Quadrat B 6, 23-26
68131 Mannheim
0621-181 26 44 
steffen.noehte@tesa-scribos.de

Dr. Peter Saueressig | idw
Weitere Informationen:
http://www.eml.villa-bosch.de/

Weitere Berichte zu: EML EML-Forscher KTS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Blick unter den Gletscher
12.06.2017 | Universität Bern

nachricht ROBOLAB generiert neue Forschungsansätze und Kooperationen
08.05.2017 | Hochschule Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der schärfste Laserstrahl der Welt

Physikalisch-Technische Bundesanstalt entwickelt einen Laser mit nur 10 mHz Linienbreite

So nah an den idealen Laser kam bisher noch keiner: In der Theorie hat ein Laser zwar genau eine einzige Farbe (Frequenz bzw. Wellenlänge). In Wirklichkeit...

Im Focus: Wellen schlagen

Computerwissenschaftler verwenden die Theorie von Wellenpaketen, um realistische und detaillierte Simulationen von Wasserwellen in Echtzeit zu erstellen. Ihre Ergebnisse werden auf der diesjährigen SIGGRAPH Konferenz vorgestellt.

Denkt man an einen See, einen Fluss oder an das Meer, so sieht man vor sich, wie sich das Wasser kräuselt, wie Wellen gegen die Felsen schlagen, wie Bugwellen...

Im Focus: Making Waves

Computer scientists use wave packet theory to develop realistic, detailed water wave simulations in real time. Their results will be presented at this year’s SIGGRAPH conference.

Think about the last time you were at a lake, river, or the ocean. Remember the ripples of the water, the waves crashing against the rocks, the wake following...

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der schärfste Laserstrahl der Welt

29.06.2017 | Physik Astronomie

Maßgeschneiderte Nanopartikel gegen Krebs gesucht

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wolken über der Wetterküche: Die Azoren im Fokus eines internationalen Forschungsteams

29.06.2017 | Geowissenschaften