Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Sonderforschungsbereich eingerichtet: Schadstoffemission reduzieren

15.01.2002


Wie können die Menschen mit Energie versorgt werden, ohne dass die Umwelt darunter leidet? Mit diesem Thema befasst sich der neue Sonderforschungsbereich (SFB) "Instationäre Verbrennung: Transportphänomene, Chemische Reaktionen, Technische Systeme", der zum 1. Januar 2002 an der Universität Karlsruhe (TH) eingerichtet wurde.

Bei der Energieumwandlung aus fossilen Brennstoffen entstehen (Schad-)Stoffe, wie zum Beispiel das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid, das zu globalen Klimaveränderungen führt. Da fossile Brennstoffe aber eine hohe Energiedichte besitzen, können sie nur schwer ersetzt werden. Um die Emission von klimaverändernden Stoffen und anderen Schadstoffen bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen zu reduzieren, muss daher der gegenwärtige Kenntnisstand über Verbrennungsvorgänge, insbesondere bei der instationären Verbrennung (beispielsweise in einem Motor), erweitert werden. Hier wird der neue Sonderforschungsbereich mit seinen 17 Teilprojekten ansetzen. Ziel ist es, genauere Vorhersagen über Verbrennungsvorgänge zu treffen, die die Entwicklung moderner, nachhaltiger und schadstoffarmer Verbrennungsmaschinen ermöglichen.
Am Sonderforschungsbereich beteiligt sind die Fakultäten für Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik, Maschinenbau, Chemie sowie Bauingenieurwesen der Universität Karlsruhe. Sie werden mit dem Forschungszentrum Karlsruhe, der Universität Stuttgart und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammenarbeiten. Sprecher ist Professor Dr.-Ing. Henning Bockhorn vom Engler-Bunte-Institut, Bereich Verbrennungstechnik.

Sonderforschungsbereiche ermöglichen die Durchführung aufwendiger Forschungsvorhaben an den Hochschulen. Sie bestehen in der Regel zwölf Jahre und werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Ihr Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Integration von Forschung und Ausbildung. Träger eines Sonderforschungsbereichs ist die Universität, die jedoch mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und auch mit der Wirtschaft kooperieren kann. Der neue Sonderforschungsbereich an der Universität Karlsruhe ist einer von 13 neu eingerichteten Sonderforschungsbereichen, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft im nächsten Jahr fördern wird. 4 Millionen DM werden jährlich für seine Finanzierung zur Verfügung stehen.

Dr. Elisabeth Zuber-Knost | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-karlsruhe.de/~presse/Pressestelle/pi004.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Labor für die Aufbautechnik von ultradünnen Mikrosystemen
21.02.2017 | Hahn-Schickard

nachricht 36 Forschungsprojekte zu Big Data
21.02.2017 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften