Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

International renommiertes Umwelt-Institut der Fraunhofer-Gesellschaft wird in Helmholtz-Zentrum eingegliedert

20.12.2001


Einer Empfehlung des Wissenschaftsrates folgend wird das Institut für Atmosphärische Umweltforschung (IFU) in Garmisch-Partenkirchen mit Wirkung vom 1. Januar 2002 in das Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) integriert. Sein Standort bleibt weiterhin Garmisch-Partenkirchen.

Das IFU untersucht den Einfluss menschlicher Aktivitäten auf die chemische Zusammensetzung der Erdatmosphäre und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Umwelt. Im Mittelpunkt stehen die Wechselwirkung zwischen Vegetation und Atmosphäre sowie Fragen der urbanen und regionalen Umweltverschmutzung. An diesen Aufgaben arbeiten rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem jährlichen Budget von etwa 15 Millionen Mark.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung sieht in der Integration des Fraunhofer-Instituts für Atmosphärische Umweltforschung in das FZK einen weiteren Schritt zur Neuordnung der deutschen Forschungslandschaft. Das Forschungszentrum Karlsruhe ist Mitglied der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, der größten Wissenschaftsorganisation in Deutschland, die wichtige nationale Themen der Vorsorgeforschung für die Gesellschaft bearbeitet.

Der Schwerpunkt der Arbeiten des IFU passt nach Ansicht des Wissenschaftsrates als langfristige gesellschaftliche Aufgabe der Vorsorgeforschung besser in das Spektrum der Helmholtz-Gemeinschaft als in das Profil der Fraunhofer-Gesellschaft. In dem stark interdisziplinär vernetzten und anwendungsorientierten Forschungszentrum Karlsruhe findet das IFU eine hervorragende technologische Umgebung und leistungsfähige Infrastruktur. Als neues Teilinstitut des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung wird das IFU das Arbeitsspektrum des FZK in idealer Weise ergänzen.

Um die notwendige Vorlaufforschung zu gewährleisten und die führende Beteiligung des IFU an internationalen Programmen sicher zu stellen, empfahl der Wissenschaftsrat insbesondere auch mit Blick auf die Einführung der programm-orientierten Förderung in den Helmholtz-Zentren, die Verlagerung in das Forschungszentrum Karlsruhe bis spätestens 2003 vorzunehmen.

Mit dem heutigen Abschluss der Verhandlungen zwischen BMBF und dem Freistaat Bayern zur künftigen Finanzierung des IFU sind alle Voraussetzungen geschaffen, um die Überleitung des IFU auf der Grundlage des zwischen der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Forschungszentrum Karlsruhe geschlossenen Vereinbarung insbesondere auch im Interesse der Mitarbeiter bereits zum 1. Januar 2002 zu ermöglichen.

Die Überleitung basiert auf einem breiten Konsens: Kuratorium, Leitung und Mitarbeiter des IFU sowie auch die Gremien der FhG und des Forschungszentrums Karlsruhe einschließlich der beteiligten Länder Baden-Württemberg und Bayern haben der Angliederung bereits zugestimmt.

Pressereferat (LS 13) | BMBF-Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: FZK IFU Wissenschaftsrat

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Verbundprojekt erforscht die neurodegenerative Erkrankung Morbus Alzheimer
12.09.2017 | Universitätsklinikum Würzburg

nachricht Damit sich Mensch und Maschine besser verstehen
04.09.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz