Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU-Alumni-Firmen mit 1,807 Milliarden DM Umsatz

14.12.2001


Um die Art und den Umfang von Gründungsaktivitäten bei den Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Absolventen der TU Berlin genauer zu kennen, wurde vom Bereich Wissenstransfer und dem nationalen Alumniprogramm der Universität eine Umfrageaktion durchgeführt.

Das wohl beeindruckendste Ergebnis dieser Befragung beläuft sich auf zehn Stellen vor dem Komma: Das Umsatzvolumen im Jahr 2000 lag bei denjenigen Unternehmen, die durch TU-Absolventen und TU-Absolventinnen gegründet wurden, bei 1,807 Milliarden DM. 7172 Personen sind in diesen Unternehmen beschäftigt. Zum Vergleich: "1999 lag das Umsatzvolumen noch bei 1,436 Milliarden DM", ergänzt Initiator Wolfgang Krug vom Wissenstransfer der TU Berlin. Insgesamt wurden 290 Fragebögen an Firmen verschickt, die in den vergangenen 30 Jahren entweder aus Fachgebieten der TU Berlin ausgegründet oder die durch privates Betreiben von TU-Absolventen ins Leben gerufen wurden. 129 Rückmeldungen gab es.

Ihren Stammsitz in Berlin halten 108 der befragten Firmen, die zusammen einen Umsatz von 1,551 Milliarden DM und 6208 Mitarbeiter vorweisen können.

"Diese Ergebnisse belegen in eindrucksvoller Weise, wie Hochschulen und ihre Mitarbeiter die Region nicht nur durch Arbeitsplätze, sondern auch durch ihr fachlichen Know how stärken können. Diese Art des Wissenstransfers wollen wir weiterhin ausbauen. Allein die 6208 Arbeitsplätze, die durch TU-Ausgründungen bzw. durch TU-Absolventenfirmen für den Berliner Arbeitsmarkt geschaffen wurden, zeigen die enge Verzahnung zwischen Hochschule und Wirtschaft", betont Prof. Dr. Kurt Kutzler, 1. Vizepräsident der TU Berlin. "Auch aus diesem Grund müssen sich die Politiker darüber bewusst sein, dass sie langfristige und hochwertige Arbeitsplätze für die Region gefährden, wenn sie im Hochschulbereich weiterhin ihren Rotstift ansetzen."

Betrachtet man die Steigerung der Mitarbeiterzahlen seit Gründung der jeweiligen Firmen bis ins Jahr 2001, so haben die 129 befragten Unternehmen 6821 Mitarbeiterstellen neu geschaffen. Mit 351 Arbeitsplätzen sind sie an den Start gegangen. Fast 1000 Mitarbeiter sind im Bereich Forschung und Entwicklung tätig, wobei hier nicht nur die geografische Nähe zur TU Berlin deutlich zu Buche schlagen dürfte. 2408 Personen können eine akademische Ausbildung nachweisen.

Bezieht man diese Zahlen auf die Bereiche der TU Berlin, so hat die Fakultät IV - Elektrotechnik und Informatik bei den Ausgründungen die Nase vorn (776 Mio. DM), gefolgt von den Kollegen der Fakultät V - Verkehrs- und Maschinensysteme (379 Mio. DM). Betrachtet man die Arbeitsplatzzahlen, so tauschen beide ihre Plätze (Fakultät V: 2497 Mitarbeiter; Fakultät IV: 2172 Mitarbeiter).
In der Anzahl der Unternehmen haben die alten Bundesländer (11 Firmen) mit einem geringen Vorsprung das Rennen vor den neuen Bundesländern gemacht (10 Firmen). Deutlicher zeigt sich das Ost-West-Gefälle bei den Umsatzzahlen: 236 Millionen DM in den alten Bundesländern, 20 Millionen DM in den neuen Bundesländern.

Von den 129 Firmen sind zwölf darunter, die mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigen, dabei solche Größen wie die IAV Ingenieursgesellschaft, die 1800 Arbeitsplätze anzubieten hat. Bei 73 Unternehmen stehen weniger als zehn Personen in Lohn und Brot. 76 Gründer wählten die Unternehmensform einer GmbH und 21 die einer Aktiengesellschaft.

Innerhalb der "Gründungsinitiative an der TU Berlin" wurden seit 1998 insgesamt 22 Rahmenvereinbarungen getroffen. Diese beinhalten eine spezifische Unterstützung durch die TU Berlin. Insgesamt konnten 16 Mietverträge, drei Nutzungsvereinbarungen sowie neun Datennetz-Mitnutzungen zwischen Hochschule und Start up unterzeichnet werden.

"Uns sind bis dato rund 300 Ausgründungen bzw. TU-Alumni-Firmen bekannt. Die Umfrage werden wir weiter ausdehnen. Natürlich sind wir ständig auf der Suche nach Kontakten, um das bestehende Netzwerk aus Absolventinnen und Absolventen noch stärker auszubauen", sagt Wolfgang Krug, "nicht zuletzt um aktuellen Gründungsvorhaben und jungen Ausgründungen aus der TU Berlin die Hilfestellungen und Erfahrungen der Ehemaligen zugänglich zu machen." Gerade die Schnittstelle zwischen Technologietransfer und Alumni-Betreuung kann für die inhaltlichen Angebote - seien es Gründerwerkstätten oder Beratungstermine - optimal genutzt werden.

Für das Frühjahr 2002 ist gemeinsam mit einem Wirtschaftspartner eine TU-Gründerbörse geplant, die als Kick-off für einen Qualitätssprung des TU-Gründernetzwerkes fungieren soll.

Die Untersuchung wird fortgesetzt. Interessenten können sich den Fragebogen bestellen:
E-Mail: wolfgang.krug@wtb.tu-berlin.de Eine Firmenlinkliste, in der bereits rund 50 TU-Alumni-Firmen eingetragen sind, gibt es im WWW-Angebot des nationalen Alumniprogramms: 
 www.tu-berlin.de/alumni/firmen.htm. Kontakt: alumni@tu-berlin.de

Ramona Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2001/pi249.htm
http://www.tu-berlin.de/alumni/firmen.htm

Weitere Berichte zu: Alumniprogramm Ausgründung Umsatzvolumen Wissenstransfer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht ROBOLAB generiert neue Forschungsansätze und Kooperationen
08.05.2017 | Hochschule Mainz

nachricht Wie Coronaviren Zellen umprogrammieren
28.04.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften