Universität Oldenburg beteiligt sich an Kapitalgesellschaft – Ziel: Entwicklung neuer Hörgeräte

Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburgum beteiligt sich erstmals an einer Kapitalgesellschaft: Am 15. November 2001 wurde die Gründungsurkunde für das Komptezzentrum als gemeinnützige GmbH unterzeichnet.

Zum ersten Mal beteiligt sich die Universität Oldenburg an einer Kapitalgesellschaft, um sich in einem wichtigen Bereich ihrer Forschung, der Hörforschung, besser zu positionieren. Am 15. November unterzeichneten der Kanzler der Universität, Günter Scholz, und das Vorstandsmitglied des Ev. Krankenhauses Oldenburg, Thomas Kempe, als Gesellschafter des Hörzentrum Oldenburg die Urkunde zur Gründung des gemeinsamen Kompetenzzentrums HörTech als gemeinnützige GmbH.

In die neue Gesellschaft werden 7,5 Millionen DM Fördergelder fließen, die von Oldenburger Hörforschern unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier im Rahmen eines Wettbewerbes beim Bundesministerium für Bildung und Forschung eingeworben wurden. Mit diesen Geldern soll u.a. ein neues HiFi-Hörgerät entwickelt werden, das immer mehr den Leistungen des menschlichen Ohrs entspricht.

Die Forschungsarbeiten, die in sechs Projekten gebündelt sind, werden aber nicht allein in der gGmbH durchgeführt, sondern von ihr auch an Partner im Wissenschaftsbereich (Universität Gießen, Akademie für Hörgeräteakustik, Evangelisches Krankenhaus Oldenburg) und der Industrie (Siemens Audiologische Technik, AudioService, KIND Hörgeräte) vergeben. Außerdem wird die HörTech gGmbH für die Hörgeräteindustrie, die HNO-Medizin und für Patienten selbst Produkte entwickeln und Dienstleistungen anbieten.

Universitätskanzler Scholz betonte, mit der Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft schlage die Universität Oldenburg ein neues Kapitel in ihrer Geschichte auf. Wörtlich sagte er: „Wir machen damit deutlich, dass wir eng mit der Wirtschaft zusammenarbeiten wollen im Interesse der weiteren Entwicklung der Region.“

„Es ist ein großer Erfolg, dass das Hörzentrum Oldenburg fünf Jahre nach seiner Gründung zusammen mit der Universität Oldenburg eine gemeinsame Tochtergesellschaft gründen kann, in der dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen werden“, erklärte der Geschäftsführer des Hörzentrums, Stephan Albani, der auch die Geschäftsführung der neuen Gesellschaft übernehmen wird. „HörTech wird sich zu einem weiteren starken Forschungsunternehmen an der Universität Oldenburg entwickeln.“
Die bereits vorhandene Kompetenz des HNO-Zentrums des evangelischen Krankenhauses im stationären und ambulanten Bereich werde durch die enge Zusammenarbeit mit dem Hörzentrum und der HörTech weiter ausgebaut, erklärte Thomas Kempe vom Ev. Krankenhaus. In der Praxis erfolge ein Wissenstransfer, der in die tägliche Klinikarbeit Eingang finde und Innovationen fördere. Damit könnten bereits frühzeitig Trends und Entwicklungen zugunsten der Behandlung von Patienten umgesetzt werden.

Die HörTech GmbH wird wie das Hörzentrum Oldenburg in das „Haus des Hörens“ einziehen, das zur Zeit am Küpkersweg entsteht und Mitte 2002 fertiggestellt sein soll.

Kontakt: Stephan Albani, HörTech gGmbH i.G., Tel.: 0441/798-3774, E-Mail: Albani@HoerTech.de

Media Contact

Gerhard Harms idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung

Aktuelle Meldungen und Entwicklungen aus fächer- und disziplinenübergreifender Forschung.

Der innovations-report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Mikrosystemforschung, Emotionsforschung, Zukunftsforschung und Stratosphärenforschung.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Nanofasern befreien Wasser von gefährlichen Farbstoffen

Farbstoffe, wie sie zum Beispiel in der Textilindustrie verwendet werden, sind ein großes Umweltproblem. An der TU Wien entwickelte man nun effiziente Filter dafür – mit Hilfe von Zellulose-Abfällen. Abfall…

Entscheidender Durchbruch für die Batterieproduktion

Energie speichern und nutzen mit innovativen Schwefelkathoden. HU-Forschungsteam entwickelt Grundlagen für nachhaltige Batterietechnologie. Elektromobilität und portable elektronische Geräte wie Laptop und Handy sind ohne die Verwendung von Lithium-Ionen-Batterien undenkbar. Das…

Wenn Immunzellen den Körper bewegungsunfähig machen

Weltweit erste Therapie der systemischen Sklerose mit einer onkologischen Immuntherapie am LMU Klinikum München. Es ist ein durchaus spektakulärer Fall: Nach einem mehrwöchigen Behandlungszyklus mit einem immuntherapeutischen Krebsmedikament hat ein…

Partner & Förderer