Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weiblicher Android imitiert Gefühle

11.05.2006


Menschliche Gestalt erleichtert Interaktion mit Maschinen


EveR-1: Südkoreas erste Androidin



Korea hat seinen ersten hochentwickelten Roboter mit menschlichen Gesichtszügen vorgestellt. Der weibliche Android, der in Anlehnung an das biblische Urgeschöpf Eva auf den Namen EveR-1 hört, hat die Gestalt einer etwa 20-jährigen koreanischen Frau, ist 160 Zentimeter groß und wiegt 50 Kilogramm. Der am Korea Institute of Industrial Technology (KITECH) entwickelte Roboter soll rund 400 Worte verstehen und in der Lage sein, Emotionen wie Vergnügen, Freude, Ärger oder Sorge auszudrücken. Das Sprechen wird von synchronen Lippenbewegungen begleitet. Weiters ist die Androidin auch in der Lage, den Augen- und Gesichtsbewegungen menschlicher Bezugspersonen zu folgen.

... mehr zu:
»Android »EveR-1 »Roboter »Weiblich


Dies geschieht mittels Bewegungssensoren, die in die künstlichen Augen integriert sind. Zahlreiche unter der Silikonhülle angebrachte Miniaturmotoren sorgen schließlich für die menschenähnlichen Emotionsdarstellungen und Bewegungen im Gesicht und Körper des weiblichen Roboters. Wie ein im Jahre 2003 in Japan entstandenes Modell hat auch EveR-1 mit dem Handycap zu kämpfen, dass nur der obere Teil des Körpers mit Bewegungsmotoren und -sensoren ausgestattet ist. Die koreanischen Wissenschaftler haben für Ende des Jahres allerdings ein Nachfolgemodell angekündigt, das bereits in der Lage sein soll, aus eigener Kraft zu stehen und zu sitzen. Ideen bezüglich der Einsatzfähigkeit solcher Androiden haben die Wissenschaftler zur Genüge. So könnten zukünftige EveR-Modelle als sprechende Informationsanlaufstellen in Museen oder Geschäften eingesetzt oder zum Vorlesen von Kinderbüchern eingeteilt werden.

Für den Roboterexperten Frank Kirchner von der Universität Bremen stellen Experimente mit menschenähnlich gestalteten Robotern einen wissenschaftlich durchaus interessanten Forschungsansatz dar. "Mit derartigen Projekten kann unter anderem geklärt werden, welche Voraussetzungen für Menschen notwendig sind, um sich unbewusst oder bewusst auf eine Maschine einzulassen und mit dieser zu interagieren", so Kirchner im pressetext-Gespräch. Das Unbehagen, das viele Menschen beim Sprechen auf einen Anrufbeantworter empfinden, sei ein gutes Beispiel für derartige Kommunikationsbarrieren. Gerade Sprache transportiere über körperliche Gestik und Gesichtsausdrücke weitaus mehr Inhalte als die in Schallwellen kodierte Information, unterstreicht Kirchner die Sinnhaftigkeit solcher Forschungsprojekte.

Martin Stepanek | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.kitech.re.kr
http://ag47.informatik.uni-bremen.de/eng/index.php

Weitere Berichte zu: Android EveR-1 Roboter Weiblich

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Mit Nanopartikel-Tandems gegen den Herzinfarkt
01.12.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Virtuelle Realität für Bakterien
01.12.2017 | Institute of Science and Technology Austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Brände die Tundra langfristig verändern

12.12.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Gefäßregeneration: Wie sich Wunden schließen

12.12.2017 | Medizin Gesundheit