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Wie moderne Forschung alte Schätze bewahrt

20.04.2006


BMBF setzt weiter auf deutsch-chinesische Projekte beim Kulturgüterschutz



Wissenschaftler aus China und Deutschland werden auch künftig auf dem Gebiet des Kulturgüterschutzes intensiv zusammenarbeiten. Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Donnerstag in Bonn mitteilte, haben sich die deutsche und die chinesische Regierung in einer gemeinsamen Erklärung darauf verständigt, entsprechende Forschungen auch künftig zu fördern. "Mit modernen Methoden aus den Naturwissenschaften bewahren wir so die reichhaltige Kultur aus längst vergangenen Zeiten", sagte Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im BMBF, anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "Xi’an - Kaiserliche Macht im Jenseits. Grabfunde und Tempelschätze aus Chinas alter Hauptstadt" in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Meyer-Krahmer würdigte die Ausstellung als einen eindrucksvollen Beitrag für den Kulturaustausch zwischen beiden Ländern: "Es zählen längst nicht nur die wissenschaftlichen Ergebnisse, sondern auch die gute Kultur der Zusammenarbeit."



Ergebnisse der gemeinsamen Forschungsarbeiten sind auch auf der Bonner Ausstellung zu sehen. Seit mehr als 15 Jahren fördern das BMBF und das Ministerium für Wissenschaft und Technologie der Volksrepublik China die Entwicklung und Erprobung neuer Verfahren zum Erhalt von Kulturgütern. Die deutsche Seite hat die Arbeiten bislang mit 8,7 Millionen Euro unterstützt und will nun ihr Engagement unverändert stark fortsetzen. Charakteristisch an der Kooperation ist der ständige Austausch von Wissenschaftlern und die produktive Zusammenarbeit von Geisteswissenschaftlern mit Natur- und Ingenieurwissenschaftlern.

Die bisherigen Arbeiten zielen darauf ab, neuartige Bergungs- und Restaurierungsmethoden an einer Vielzahl typischer und empfindlicher Materialien und Objekte zu entwickeln. Auf deutscher Seite sind das Römisch-Germanische Zentralmuseum sowie das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege an den Projekten beteiligt, auf chinesischer Seite das Museum der Terrakottaarmee in Lintong (bei Xi’an) und das Archäologische Institut der Provinz Shaanxi. In Zukunft werden zusätzlich die Technische Universität München und die Heidelberger Akademie der Wissenschaften mitwirken. Dann wollen die Wissenschaftler unter anderem versuchen, die neu entwickelten Verfahren zum Erforschen eines ungeöffneten Fürstengrabes einzusetzen.

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