Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Globalisierung nützt der Umwelt

02.03.2006


Centrum für Globalisierung und Governance veröffentlicht ersten Forschungsbericht



Über Möglichkeiten und Grenzen des nationalen und internationalen Regierens in einer globalisierten Welt und die Auswirkungen der Globalisierung auf gesellschaftliche Strukturen und ihren Zusammenhalt wird seit zwei Jahren am Centrum für Globalisierung und Governance (CGG) der Universität Hamburg geforscht. Pünktlich zu Jahresbeginn legten nun die drei Direktorinnen des CGG, Prof. Dr. Birgit Pfau-Effinger, Prof. Sonja Drobnic, PhD und Prof. Dr. Katharina Holzinger, den ersten Forschungsbericht für die Jahre 2004-2005 vor.

... mehr zu:
»CGG »Globalisierung »Umweltpolitik


Der Forschungsbericht fasst die wesentlichen wissenschaftlichen Aktivitäten des im April 2004 gegründeten Centrums zusammen. Den Schwerpunkt des Berichts stellt die Erläuterung des erarbeiteten Forschungsprogramms dar, das auf fünf Forschungsschwerpunkten (Research Areas) aufbaut, denen derzeit knapp 30 Projekte zugeordnet sind. Hierzu gehören neben zahlreichen Einzelprojekten auch mehrere große internationale Verbundprojekte, die unter anderen durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) oder die Europäische Union gefördert werden und bereits auf erste Forschungsergebnisse verweisen können.

So untersucht das von der EU geförderte Forschungsprojekt "ENVIPOLCON" den Einfluss von Globalisierung und Europäischer Integration auf die Umweltpolitik von 24 Staaten. Wie gezeigt werden konnte, haben sich die Umweltpolitiken der untersuchten Staaten auf hohem Niveau angenähert. Die vielfach formulierte Befürchtung, dass der verstärkte internationale Wettbewerb durch die Globalisierung die nationalen Regierungen unter Druck setzt, ihre Umweltregulierungen zu lockern, konnte nicht bestätigt werden: "Die Globalisierung hat der Umwelt genützt. Wir haben keinen einzigen Fall gefunden, in dem ein Staat seine Umweltpolitik gelockert hätte", fasst Projektleiterin und CGG-Direktorin Prof. Dr. Katharina Holzinger die Erkenntnisse aus dem Projekt zusammen.

Das Forschungsprojekt "FIWE", an dem zahlreiche Kooperationspartner im europäischen Ausland beteiligt sind, befasst sich mit zentralen Aspekten der Entwicklung gesellschaftlicher Arbeit im Vergleich europäischer Gesellschaften. Als bisheriges Zwischenergebnis wurde festgestellt, dass die Nutzung verschiedener Formen informeller Arbeit (z.B. Ehrenamt, Schwarzarbeit) Bestandteil eines neuen Lebensstils der gehobenen Mittelschichten ist, deren Angehörige auf dieser Basis neue Lebensentwürfe der globalisierten Wissensgesellschaft verwirklichen. Die Projektleiterin und geschäftsführende Direktorin des CGG, Prof. Dr. Birgit Pfau-Effinger: "Dabei wird in einem erheblichen Umfang auch Hauspersonal in Schwarzarbeit beschäftigt , was neue soziale Polarisierungen produziert."

Das CGG arbeitet derzeit daran, weitere Forschungsprojekte einzuwerben, die Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Wissenschaftlern auszubauen sowie eine integrierte Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden aufzubauen.

Für Rückfragen:

Herr Aike Müller
Universität Hamburg
Centrum für Gobalisierung und Governance
Tel.: (040) 428 38-72 59
E-Mail: aike.mueller@uni-hamburg.de

Christian Hild | idw
Weitere Informationen:
http://www.cgg.uni-hamburg.de
http://www.uni-hamburg.de

Weitere Berichte zu: CGG Globalisierung Umweltpolitik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Speiseröhrenkrebs einfacher erkennen
06.03.2017 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Neues Labor für die Aufbautechnik von ultradünnen Mikrosystemen
21.02.2017 | Hahn-Schickard

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie