Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sonderforschungsbereich "Umwelt und Region" der Universität Trier präsentiert Projekte

16.10.2001


Der interdiziplinäre Sonderforschungsbereich 522 "Umwelt und Region - Umweltmanagementstrategien für eine nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum" (SFB 522) an der Universität Trier besteht seit Juli 1999 und bearbeitet den gesamten Raum der Planungsregion Trier mit derzeit 15 agrarwissenschaftlichen, ökonomischen, sozialwissenschaftlichen, geographischen und umweltwissenschaftlichen Projekten. Ziel ist es, sogenannte Umweltmanagementstrategien zu entwickeln für die verschiedenen Wirtschaftsbereiche der Region, - bisher vor allem Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Handwerk, Industrie, Bauwirtschaft, Verkehrswirtschaft. Auf der Regionalkonferenz der Initiative Region Trier am Freitag, 19. Oktober 2001 präsentiert der Sonderforschungsbereich verschiedene Projekte.



Der SFB 522 wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Land Rheinland-Pfalz mit insgesamt etwa 7,4 Mio. DM für die ersten drei Jahre finanziert.



In den ersten Jahren wurden umfassende Umweltanalysen von Wasser, Boden, Luft, Pflanzen und Tieren an vielen verschiedenen Standorten gemacht. Parallel dazu wurden in den genannten Wirtschaftsbereichen Unternehmen befragt. Dabei werden in Eifel und Hunsrück Untersuchungen vorgenommen mit dem Ziel, für die ganze Region aussagefähige Befunde zu erzielen. Eine große Rolle spielen die Befliegungen durch die Fernerkundung, die mit modernen Methoden aus der Luft differenzierte Analysen der Landnutzung sowie der Details in der Forst- und Agrarentwicklung möglich machen. Sie werden ergänzt durch akribische Analysen in Böden, Gewässern, von Pflanzen und von Tieren sowie durch detaillierte Analysen des regionalen Klimas und seines Wandels in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten.

Die Analysen erfassen die gesamte zeitliche Entwicklung bis weit in die Ur- und Frühgeschichte. Modellrechnungen, Simulationen und Szenarien sollen eine Vorhersage möglicher Entwicklungen, zum Beispiel im Bereich des regionalen Klimas oder der Wald- und Landschaftsentwicklung, in der Region Trier ermöglichen. Ein umfangreicher Datenbestand ist inzwischen zusammengetragen worden.
Das Besondere an diesem SFB ist die enge Kooperation von Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachgebieten. Die beteiligten Disziplinen aus den Natur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften analysieren und bewerten in enger, fachübergreifender Kooperation die ökologischen, ökonomischen und sozialen Probleme der Region und ermitteln deren Ursachen im Bereich von Wirtschaft, Politik, Recht, Kultur und Gesellschaft. Es sollen Strategien und Maßnahmen für eine nachhaltige Verbesserung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen der Region Trier entwickelt werden.

Im nächsten Januar wird der SFB renommierte internationale Fachleute zu seinem großen Symposium nach Trier einladen, bei dem der internationale Forschungsstand in den Themenfeldern diskutiert und mit den Trierer Ansätzen verglichen wird.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Paul Müller,
Dipl.-Kfm. Stefan Rumpf,
Universität Trier, Fachbereich VI - SFB 522,
Telefon (06 51) 2 01-45 45.

Pressemitteilung 172/2001
Trier, 16.10.2001
Universität Trier
Pressestelle
Leitung: Heidi Neyses
Tel.: 0651/201-4238
Fax: 0651/201-4247
E-Mail: Neyses@uni-trier.de

Heidi Neyses | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Laser-beschleunigte Protonen zur Krebstherapie
13.09.2016 | Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

nachricht Menschen können einzelnes Photon sehen
20.07.2016 | IMP - Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln quantenphotonischen Schaltkreis mit elektrischer Lichtquelle

Optische Quantenrechner könnten die Computertechnologie revolutionieren. Forschern um Wolfram Pernice von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie Ralph Krupke, Manfred Kappes und Carsten Rockstuhl vom Karlsruher Institut für Technologie ist es nun gelungen, einen quantenoptischen Versuchsaufbau auf einem Chip zu platzieren. Damit haben sie eine Voraussetzung erfüllt, um photonische Schaltkreise für optische Quantencomputer nutzbar machen zu können.

Ob für eine abhörsichere Datenverschlüsselung, die ultraschnelle Berechnung riesiger Datenmengen oder die sogenannte Quantensimulation, mit der hochkomplexe...

Im Focus: First quantum photonic circuit with electrically driven light source

Optical quantum computers can revolutionize computer technology. A team of researchers led by scientists from Münster University and KIT now succeeded in putting a quantum optical experimental set-up onto a chip. In doing so, they have met one of the requirements for making it possible to use photonic circuits for optical quantum computers.

Optical quantum computers are what people are pinning their hopes on for tomorrow’s computer technology – whether for tap-proof data encryption, ultrafast...

Im Focus: Quantenboost für künstliche Intelligenz

Intelligente Maschinen, die selbständig lernen, gelten als Zukunftstrend. Forscher der Universität Innsbruck und des Joint Quantum Institute in Maryland, USA, loten nun in der Fachzeitschrift Physical Review Letters aus, wie Quantentechnologien dabei helfen können, die Methoden des maschinellen Lernens weiter zu verbessern.

In selbstfahrenden Autos, IBM's Watson oder Google's AlphaGo sind Computerprogramme am Werk, die aus Erfahrungen lernen können. Solche Maschinen werden im Zuge...

Im Focus: Synthese-chemischer Meilenstein: Neues Ferrocenium-Molekül entdeckt

Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben zusammen mit Kollegen der Freien Universität Berlin ein neues Molekül entdeckt: Die Eisenverbindung in der seltenen Oxidationsstufe +4 gehört zu den Ferrocenen und ist äußerst schwierig zu synthetisieren.

Metallocene werden umgangssprachlich auch als Sandwichverbindungen bezeichnet. Sie bestehen aus zwei organischen ringförmigen Verbindungen, den...

Im Focus: Neue Entwicklungen in der Asphären-Messtechnik

Kompetenzzentrum Ultrapräzise Oberflächenbearbeitung (CC UPOB) lädt zum Expertentreffen im März 2017 ein

Ob in Weltraumteleskopen, deren Optiken trotz großer Abmessungen nanometergenau gefertigt sein müssen, in Handykameras oder in Endoskopen − Asphären kommen in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Laser für Neurochirurgie und Biofabrikation - LaserForum 2016 thematisiert Medizintechnik

27.09.2016 | Veranstaltungen

Ist Vergessen die Zukunft?

27.09.2016 | Veranstaltungen

Von der Probe zum digitalen Modell - MikroskopieTrends ´16

26.09.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nanotechnologie für Energie-Materialien: Elektroden wie Blattadern

27.09.2016 | Physik Astronomie

Ultradünne Membranen aus Graphen

27.09.2016 | Physik Astronomie

Ein magnetischer Antrieb für Mikroroboter

27.09.2016 | Biowissenschaften Chemie