Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leobener Wissenschaftler leiten UNIDO-Projekt in Indien

21.09.2001


Das Institut für Fördertechnik und Konstruktionslehre der österreichischen Montanuniversität übernimmt die Koordination eines 8,1 Millionen Dollar (120 Millionen Schilling) umfassenden Entwicklungsprojektes in Indien.

Der Aufbau einer sicheren und gezielten Entnahme von Methangas (Grubengas) aus zwei indischen Kohlenlagerstätten ist das Ziel eines Entwicklungsprojektes, für das die UNIDO (United Nations Industrial Development Organization) das Institut für Fördertechnik und Konstruktionslehre der österreichischen Montanuniversität Leoben gewann.

Die UNIDO, die ihren Sitz in der Wiener UNO-City hat, suchte in Österreich nach Experten, die für dieses Projekt die Organisation, Abwicklung und Schulung vor Ort übernehmen. Dabei stieß man auf die Leobener Fördertechniker, die, so Professor Dr. Franz Kessler, Vorstand des Institutes für Fördertechnik, "als Montanmaschinenbauer für derartige Aufgaben bestens geeignet sind".

Zur Zeit werden Angebote für die Bohranlage, die im Nordosten Indiens aufgestellt werden, eingeholt. "Dabei geht es uns", so Kessler, "nicht nur um die technische Machbarkeit, sondern auch um die Wirtschaftlichkeit".

Zwei Institutsmitarbeiter, Studienassistentin Eleonora Lichtenecker und Universitätsassistent Dipl.-Ing. Stefan Wirth, werden Anfang Oktober nach Indien reisen, um mit den indischen Minenbetreibern die praktische Umsetzung abzuklären.

Pilotprojekt mit Signalwirkung

Die UNIDO führt mit dem Leobener Fördertechnik-Institut erstmals ein derartiges Entwicklungsprojekt durch. Nach der Beschaffung der Bohrtürme sollen die Leobener Wissenschaftler auch den Testbetrieb betreuen und das indische Personal schulen. Die UNIDO investiert insgesamt 8,1 Millionen US-Dollar (120 Millionen Schilling). "Wenn dieses Pilotprojekt gut läuft", so Institutsvorstand Kessler, "plant die UNIDO mit uns weitere derartige Projekte in Vietnam, Südamerika und Russland".

Im Vordergrund steht die sichere Entnahme des gefährlichen Grubengases aus zwei Kohlenlagerstätten im Nordosten Indiens. In den Hohlräumen von Lagerstätten bildet sich Methangas, das entzogen werden muss, bevor man mit dem Abbau beginnen kann. Die Lagerstätte wird angebohrt, das Gas abgesaugt und an der Oberfläche gesammelt. Anschließend wird das Methangas verbrannt und so für die Erzeugung elektrischer Energie genutzt. Neben der Energiegewinnung geht es bei den beiden Kohlenlagerstätten im indischen Bezirk Dhanbad um die Sicherheit der Minenarbeiter. Das Methangas muss zwei bis drei Jahre lang aus der Lagerstätte abgesaugt werden, bis mit dem gefahrlosen Abbau von Kohle begonnen werden kann.

Weitere Informationen:
Univ.-Prof. Dr. Franz Kessler, Institut für Fördertechnik und Konstruktionslehre der Montanuniversität Leoben, Tel. 0043 3842 402-251, E-Mail: foerder@unileoben.ac.at

Mag. Thomas Winkler | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Nano-CT-Gerät liefert hochauflösende Aufnahmen von winzigem Stummelfüßer-Bein
07.11.2017 | Technische Universität München

nachricht Neues Verbundprojekt erforscht die neurodegenerative Erkrankung Morbus Alzheimer
12.09.2017 | Universitätsklinikum Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte