Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spitzenforschung fürs Internet wird in Deutschland stark ausgebaut

11.09.2001

Deutschlands einzige Spitzenforschungseinrichtung fürs Internet, das Trierer Institut für Telematik, kann dank erhöhter staatlicher Grundförderung stark ausgebaut werden. Dies teilte Institutsleiter Professor Christoph Meinel (47) mit. Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat sich nach Meinels Worten zu höheren Finanzzuweisungen bereit erklärt. Diese sollen nach dem Vorschlag einer Gutachter-Kommission in den nächsten fünf Jahren schrittweise von 0,9 auf 4 Mio. DM anwachsen. Gleichzeitig soll die Zahl der Wissenschaftler an der mit der Fraunhofer-Gesellschaft verbundenen Einrichtung mehr als verdreifacht werden. Thematisch werden sich die Trierer Spitzenforscher noch stärker als bisher auf die Sicherheit im Internet konzentrieren. Schwerpunkte sollen die Bereiche Banken und Telemedizin sein.

40 Prozent des Jahresetats soll das 1998 gegründete gemeinnützige Institut für Telematik künftig direkt vom Staat und jeweils 30 Prozent aus öffentlich geförderten Projekten sowie Industrie-Aufträgen bekommen. Bislang hatten die Mittel aus Wirtschaftsprojekten den größten Anteil ausgemacht. Bis September soll die Institutsleitung einen Stufenplan vorlegen, der die schrittweise wissenschaftliche und organisatorische Entwicklung in den nächsten fünf Jahren festlegt. Eckpunkte sollen nach dem Willen der Gutachter-Kommission und des Instituts-Kuratoriums unter anderem eine Vertiefung der Forschungsleistungen, eine noch engere Verzahnung der wissenschaftlichen Arbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie eine straffere Aufbau- und Ablauforganisation sein.

Insgesamt sehen die Gutachter das Institut für Telematik in einer"Mittlerstellung" zwischen Universitäten und Forschungsinstituten einerseits und Anwendern in Wirtschaft und öffentlichen Bereichen andererseits. Selbst an die Gründung von start-up-Firmen könne gedacht werden. Ferner empfehlen Gutachter und Kuratorium dem Institut, sich mittelfristig in Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Europäischen Union einzubinden.

Das als eingetragener Verein verfasste gemeinnützige und universitätsnahe Institut für Telematik ist in seiner Ausrichtung in Deutschland einmalig. Nach nur drei Jahren Arbeit kann es schon auf zwei Patente, drei Promotionen und 70 Fachbeiträge zu internationalen Konferenzen verweisen. Das Team rund um Prof. Meinel entwickelt anwenderfreundliche und praxistaugliche Hightech-Lösungen. M-Commerce, Internet/Intranet, Sicherheit der Datenkommunikation in offenen Netzen, Telemedizin, Elektronisches Publizieren, Systementwurf und -analyse - das sind die derzeitigen Tätigkeitsfelder des international beachteten Spitzenforschungsinstituts, das mit der Fraunhofer-Gesellschaft verbunden ist. Es ist Mitglied der Initiative D21.

Prof. Dr. sc. nat. Chris Meinel | ots
Weitere Informationen:
http://www.ti.fhg.de

Weitere Berichte zu: Gutachter Telemedizin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Verbundprojekt erforscht die neurodegenerative Erkrankung Morbus Alzheimer
12.09.2017 | Universitätsklinikum Würzburg

nachricht Damit sich Mensch und Maschine besser verstehen
04.09.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie