Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland erhält das modernste Forschungsschiff der Welt

26.07.2005


Bulmahn: "Deutsche Spitzenstellung wird weiter ausgebaut"

... mehr zu:
»Forschungsschiff »MARIA »MERIAN

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn sieht die deutsche Wissenschaft in den Polarregionen hervorragend aufgestellt. Mit dem neuen eisrandfähigen Forschungsschiff MARIA S. MERIAN bekäme Deutschland das weltweit modernste multidisziplinäre Forschungsschiff, sagte Bulmahn am Dienstag während der Tauf-Zeremonie in Schacht-Audorf. Die Ministerin ist Taufpatin des neuen Forschungsschiffes. "Die MARIA S. MERIAN bietet der deutschen Meeresforschung exzellente Arbeitsmöglichkeiten. Dadurch bauen wir Deutschlands Spitzenstellung im internationalen Vergleich weiter aus." Mit 42 Millionen Euro " oder 75 Prozent der Gesamtsumme " hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den größten Part der Baukosten übernommen.

Der Bau des hochmodernen Spezialschiffes sei zugleich der Beweis für die hohe Leistungsfähigkeit der deutschen maritimen Industrie im harten internationalen Wettbewerb, sagte Bulmahn. Das 94 Meter lange Forschungsschiff soll in den kommenden Jahren vor allem den Einfluss der Ozeane auf Klimaschwankungen untersuchen. Dafür werde es bis zu 22 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und 21 Mann Besatzung bis zum nördlichen Golfstrom und in die Eisrand-Region der Arktis führen. "Wir werden Antwort auf die drängenden Fragen der Klimaveränderungen finden, um zukünftig noch nachhaltiger mit der Erde und unserer Umwelt umgehen zu können", sagte Bulmahn. Aber auch in der Ozeanographie, der marinen Geologie, der Meeres- und Luftchemie, der marinen Geophysik bis hin zur Meteorologie erhoffe man sich wichtige neue fundamentale Erkenntnisse. Die an Bord installierten Lotsysteme würden beispielsweise Bodenstrukturen bis 10.000 Meter Tiefe erkennen. Die MERIAN ersetze die inzwischen außer Dienst gestellten deutschen Forschungsschiffe VALDIVIA, VICTOR HENSEN und ALEXANDER VON HUMBOLDT.


Die Investitionskosten von 56,4 Millionen Euro teilen sich neben der Bundesregierung (75 Prozent) die Landesregierungen Mecklenburg-Vorpommern (12,5 Prozent) sowie Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg (zusammen 12,5 Prozent). Die Kosten für den laufenden Schiffsbetrieb tragen die Deutsche Forschungsgemeinschaft (70 Prozent) und das BMBF (30 Prozent). Wissenschaftlich betreut wird die MARIA S. MERIAN vom Institut für Ostseeforschung in Warnemünde (IOW). Der Heimathafen wird Rostock-Warnemünde sein. Für Oktober ist die offizielle Übergabe an die Wissenschaft geplant.

Maria Sybilla Merian (1647 " 1717) war eine Naturforscherin, die " ungewöhnlich für ihr Jahrhundert " gemeinsam mit ihrer Tochter Fernreisen zu Forschungszwecken antrat. Ihr Porträt zierte auch die 500-DM-Banknote. Der Namensvorschlag für das neue Forschungsschiff geht zurück auf einen BMBF-Schülerwettbewerb im "Jahr der Geowissenschaften 2002", den der damals 10-jährige Steffen Kaiser aus dem süddeutschen Lorch gewann.

| BMBF - Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Forschungsschiff MARIA MERIAN

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Verbundprojekt erforscht die neurodegenerative Erkrankung Morbus Alzheimer
12.09.2017 | Universitätsklinikum Würzburg

nachricht Damit sich Mensch und Maschine besser verstehen
04.09.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie