Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

UNITE vereint internationale Teams zu gemeinsamer Arbeit

26.07.2001


Zukünftig können weltweit verteilte Teams bequem, sicher und effektiv über das Internet zusammen arbeiten. Das ermöglicht das Projekt UNITE ("Ubiquitous and Integrated Teamwork Environment"), an dem das Fraunhofer-Institut für Sichere Telekooperation (Fraunhofer-SIT) sowie weitere sieben Partner aus Industrie und Forschung beteiligt sind. Die EU unterstützt diese Entwicklung mit 4,5 Millionen Dollar.
Immer mehr Großfirmen reagieren auf neue Herausforderungen mit der Bildung von "dynamischen Teams", die rasch aus Experten zusammen gestellt werden und das Problem in kürzest möglicher Frist lösen sollen. Freilich sind die dafür verfügbaren Fachleute meist über mehrere Standorte verteilt und dort jeweils in weitere Aufgaben eingebunden. Sie müssen ihre Teamarbeit daher mit Hilfe von Telekommunikationstechnik erledigen. Herkömmliche Mittel wie Telefon, Fax, E-Mail und Videokonferenzen erwiesen sich dabei als recht umständlich und sind zudem nicht abhörsicher.
An einem UNITE-Arbeitsplatz dagegen ist jedes Teammitglied, das sich eingeloggt hat, nur einen Mausklick entfernt. Dabei ist es egal, wo auf der Erde es sich tatsächlich gerade aufhält - im Büro, in einem Hotelzimmer, zu Hause oder auch im Auto. Jeder kann jederzeit erkennen, wer gerade für Gespräche erreichbar ist, wo ein virtuelles Meeting stattfindet und wer zwar erreichbar ist, aber nur im Notfall angesprochen werden möchte. Natürlich sind auch alle freigegebenen Daten und Dokumente für jedes Teammitglied verfügbar und können jederzeit eingesehen, in kleiner Runde diskutiert oder auch verändert werden. Kommunikation mit einem anderen Teammitglied, Teamkonferenzen oder auch Kommunikation mit der Außenwelt ist dank der UNITE-Arbeitsumgebung jederzeit auf Knopfdruck möglich. Die für solche Interaktionen nötige Technik läuft dabei weitgehend unbemerkt im Hintergrund ab.
Die UNITE-Kooperationsplattform ist so angelegt, dass sie eine Vielzahl von gegenwärtigen und zukünftigen Geräten und Softwarelösungen unterstützt und die bereits an den Arbeitsplätzen vorhandene Ausstattung nutzt. Vor allem enthält sie umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen. Sie geben nur einwandfrei authentifizierten Personen den Zugang zum Team frei und sorgen dafür, dass der gesamte Datenverkehr - obwohl er über das offene und unsichere Internet abläuft - vor dem Ausspähen und vor Manipulationen zuverlässig geschützt ist.
Das UNITE-Konsortium wird von IBM Frankreich (Projektmanagement) und Fraunhofer-SIT (Technische Leitung) in Darmstadt angeführt. Außerdem sind das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart, die Universtät von Coventry, das IBM-Forschungslabor in Haifa (Israel) und die Firmen Penta Scope (Niederlande), ADETTI (Portugal) und Steria (Frankreich) beteiligt. Das UNITE-Projekt ist Teil des IST-Forschungs- und Entwicklungsprogramms der Europäischen Kommission, das von 1999 bis 2002 läuft.

Weitere Informationen gibt es von

Rolf Reinema, Fraunhofer-SIT, 
reinema@sit.fraunhofer.de

Tel. +49 6151 869 358
Fax +49 6151 869 224

Dr. Rainer Köthe | idw
Weitere Informationen:
http://www.unite-project.org

Weitere Berichte zu: Teammitglied UNITE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht ROBOLAB generiert neue Forschungsansätze und Kooperationen
08.05.2017 | Hochschule Mainz

nachricht Wie Coronaviren Zellen umprogrammieren
28.04.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften