Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Centrum für Angewandte Photonik: Interdisziplinäres Forschungsprogramm vernetzt Aktivitäten auf dem Gebiet der Optischen Technol

07.03.2005


Die Optischen Technologien zählen zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts und stehen als ein strategisch besonders wichtiges Forschungsgebiet im Zentrum der baden-württembergischen Forschungsförderung. Ein herausragendes Beispiel bieten die Aktivitäten am "Centrum für Angewandte Photonik" der Universität Konstanz, das Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 7. März in Stuttgart vor Journalisten vorstellte.



"Das Centrum für Angewandte Photonik ist ein interdisziplinäres Forschungsprogramm, in dem die verschiedenen Aktivitäten auf dem Gebiet der Photonik gebündelt und gestärkt werden", erklärte Frankenberg. "Mit seiner interdisziplinären Ausrichtung stellt es eine einzigartige wissenschaftliche Konstellation dar. Hier arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Gebieten Nano-Optik, Biophotonik, Quantenoptik und Femtosekunden-Technologie erfolgreich zusammen. Der starke Anwendungsbezug der Forschung fördert den Technologietransfer in die Wirtschaft auf vorbildliche Weise." Frankenberg stellte heraus, dass mit Prof. Dr. Alfred Leitenstorfer eine herausragende Persönlichkeit für die Leitung des CAP gewonnen werden konnte. "Das CAP trägt gemeinsam mit den Aktivitäten an der Universität Stuttgart und der Fachhochschule Aalen dazu bei, dass Baden-Württemberg auf dem Gebiet der Photonik gut positioniert ist." Als weiteren wichtigen Partner nannte Frankenberg das Kompetenznetz Photonics BW, in dem Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft landesweit vernetzt sind.

... mehr zu:
»Cap »Laser »Optisch »Photonik


Im Zusammenhang mit der Berufung von Prof. Leitenstorfer hat das Land Baden-Württemberg 900.000 Euro aus dem Programm "Qualitätsoffensive für die Universitäten" zur Gewinnung von Spitzenwissenschaftlern zur Verfügung gestellt. Die Mittel wurden unter anderem zur Installation eines speziellen Terahertz-Lasersystems sowie zur Ausstattung eines Einzelelektronen-Optiklabors und eines gemeinsamen Nanostrukturlabors am Fachbereich Physik verwendet. Diese Geräte kommen auch dem CAP zugute. Darüber hinaus fördert das Land das CAP mit 323.000 Euro jährlich. Hinzu kommt ein einmaliger Betrag von 100.000 Euro für Investitionsmittel. 300.000 Euro jährlich investiert zusätzlich die Universität Konstanz.

Der Rektor der Universität Konstanz, Prof. Dr. Gerhart von Graevenitz, betonte das starke Engagement der Universität auf dem Gebiet der Photonik: "Kernziel des CAP ist es, die in Konstanz bereits vorhandenen Kompetenzen im Bereich der Photonik weiter auszubauen und den Technologietransfer aus einer modernen Forschungsuniversität in die Wirtschaft aktiv zu fördern." Erreicht werde dies durch die gezielte Vernetzung universitärer Arbeitsgruppen untereinander sowie mit Unternehmen aus der Industrie. "Die Universität Konstanz hat sich international als Forschungsuniversität einen Namen gemacht und ein eigenes Profil gebildet. Besondere Einrichtungen der Universität, die bundesweit einmalig sind - etwa das Forschungszentrum für den wissenschaftlichen Nachwuchs, in dem hochbegabte Wissenschaftler gefördert und unterstützt werden -, sind ein gutes Beispiel für den Konstanzer Weg."

CAP-Leiter Prof. Dr. Alfred Leitenstorfer, der auch dem Vorstand des Netzwerks Photonics BW angehört, stellte die Bedeutung seiner Arbeiten mit einem kompakten Femtosekunden-Erbium-Faserlaser heraus. "Ein solcher Laser kann beispielsweise in der Medizin zur hochauflösenden Mikroskopie tief im Inneren von lebenden Organismen, im Bereich Tumorforschung oder auch zur Verbesserung der Präzision der satellitengestützten Navigationssysteme GPS und Galileo weitweit zum Einsatz kommen", so Leitenstorfer zu den Einsatzmöglichkeiten des Lasers. Die beiden erst genannten Ziele verfolge ein CAP-Projekt in interdisziplinärer Kooperation von Physikern und Biologen mit der Firma Carl Zeiss. In direkter Zusammenarbeit mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt PTB in Braunschweig testete ein weiteres CAP-Projekt den Einsatz des Lasers beim Aufbau der weltweit ersten optischen Atomuhr. Der Femtosekunden-Laser aus Konstanz diene hier, so Leitenstorfer, als höchstpräzises Uhrwerk, das jede einzelne Lichtschwingung bei dieser unglaublich hohen Frequenz mitverfolge und in einen Frequenzbereich übersetzt, in dem mit elektronischen Methoden direkt mitgezählt werden kann. Prof. Leitenstorfer: "Dank der innovativen Technologie aus Konstanz ist es der PTB möglich, im globalen Wettlauf um die erste optische Uhr an der Spitze mitzuhalten."

Biljana Bojic | idw
Weitere Informationen:
http://www.mwk.bwl.de

Weitere Berichte zu: Cap Laser Optisch Photonik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Fake News finden und bekämpfen
17.08.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Neues interdisziplinäres Zentrum für Physik und Medizin in Erlangen
25.07.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie