Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

60 Millionen für Erforschung und Entwicklung erneuerbarer Energiequellen

18.07.2001


Mit insgesamt 60 Millionen Mark wird das Bundesumweltministerium in den nächsten drei Jahren die Erforschung und Entwicklung der erneuerbaren Energien fördern. Aus Mitteln des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung sollen vor allem Projekte zur Stromerzeugung aus Erdwärme, die ökologische Begleitforschung zur Offshore-Windenergienutzung, zur Biomassenutzung und zur Brennstoffzelle sowie die solarthermische Stromgewinnung gefördert werden. "Der Umbau unserer Energieversorgung, weg von klimaschädlichen fossilen Energieträgern und der Atomkraft und hin zu umweltschonenden erneuerbaren Energien ist eine wesentliche Säule der Klimaschutzpolitik der Bundesregierung", betonte Bundesumweltminister Trittin. Die weitere Erforschung und Entwicklung erneuerbarer Energiequellen ist notwendig, um die Etappenziele bei diesem Umbau zu erreichen.
In Deutschland werden derzeit erst etwa 2,5 Prozent des gesamten Energiebedarfes und 6,5 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Bis zum Jahr 2010 soll dieser Anteil verdoppelt und bis zum Jahr 2050 soll mindestens die Hälfte des gesamten Energiebedarfes aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden, so Trittin. "Trotz der rasanten Entwicklung, etwa beim Ausbau der Windenergienutzung, stehen wir heute erst am Anfang eines langen Weges", sagte Trittin. Dabei sei es wichtig, nicht nur neue Methoden zu entwickeln, sondern auch die Einführung der neuen Techniken sorgfältig wissenschaftlich zu beobachten. Deshalb liegt ein Schwerpunkt des Forschungsprogramms auf der sogenannten "ökologischen Begleitforschung", etwa zu Auswirkungen von Off-Shore-Windenergieanlagen auf Natur und Umwelt, zur Ökobilanz von stationären Brennstoffzellen oder zu neuen Verfahren der Energiegewinnung aus Biomasse.


Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf der Erzeugung von Strom aus Erdwärme. So sollen Projekte gefördert werden, mit denen Strom durch die Nutzung von Erdwärme aus einer Tiefe von bis zu fünf Kilometern erzeugt werden kann. In Vorbereitung ist darüber hinaus ein Foerderbaustein zur solarthermischen Stromgewinnung, also der Erzeugung von Strom aus konzentrierter Sonnenwärme, eine Technik, die besonders in südlichen Ländern zum Einsatz kommen kann.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de

Weitere Berichte zu: Begleitforschung Energiequelle Erdwärme Erzeugung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht ROBOLAB generiert neue Forschungsansätze und Kooperationen
08.05.2017 | Hochschule Mainz

nachricht Wie Coronaviren Zellen umprogrammieren
28.04.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie