Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF startet größte Forschungsinitiative für Internet- und Softwaretechnik

17.07.2001


Bulmahn: "Damit erschließen wir neue Märkte und führen die deutsche IT-Forschung an die Weltspitze"

Die Bundesregierung hat heute für 39 Kooperationsprojekte im Bereich Internet- und Softwaretechnik 123 Millionen Mark aus UMTS-Mitteln freigegeben. Damit werden die Ausgaben im strategisch wichtigen Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik erheblich gesteigert. "Wir setzen mit dieser größten deutschen IT-Forschungsinitiative einen weiteren wichtigen Akzent bei der Neugestaltung und Stärkung der IuK-Forschung in Deutschland", erklärte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn dazu heute in Berlin. Nach der erfolgreichen Fusion der Fraunhofer-Gesellschaft und mit dem GMD-Forschungszentrum zum größten IT-Forschungszentrum Europas geht es jetzt an die erfolgreiche Umsetzung von Forschungsprojekten im großen Stil. Junge Forscherinnen und Forscher erhalten so die Möglichkeit, an Zukunftsthemen im IT-Bereich zu arbeiten, um neue Märkte zu erschließen und letztlich nachhaltig neue Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen. Mit der Bewilligung der neuen Projekte erhalten die Institute die nötigen finanziellen Mittel, diese Zukunftsaufgaben zu gestalten."

Bundesforschungsministerin Bulmahn wies darauf hin, dass damit wichtige Forschungseinrichtungen der IuK-Technik enger vernetzt und auf gemeinsame Forschungsfelder fokussiert werden würden. "Die unterschiedlichen Stärken der einzelnen Institute werden so gebündelt, um die deutsche IuK-Forschung an die Weltspitze zu führen".

Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten stehen Lösungen zur Ausgestaltung und Weiterentwicklung des Internets. Dabei konzentrieren sich die Teilvorhaben im Wesentlichen auf folgende strategischen Aufgabenfelder:

IT-Sicherheit Mit dem Themenschwerpunkt IT-Sicherheit wird ein Aufgabenschwerpunkt aufgegriffen, der wesentlicher Schlüssel für den Erfolg der Nutzung zukünftiger IuK-Technologien ist. Die Entwicklung geeigneter biometrischer Identifikationsverfahren, sichere Übertragungstechnologien und die Ermöglichung von Anonymität im Netz sind hier wichtige geförderte Teilvorhaben.

Vernetzung mit dem Schwerpunkt Next-Generation-Internet Neue weltweite Standards werden benötigt, um z. B. die Übertragung in Echtzeit oder durchgängig in Fest- oder Mobilfunknetz zu ermöglichen. So wird z. B. eine Multimedia-Architektur (OMSA) entwickelt, bei der das weltweit führende Know-how dreier deutscher Forschungseinrichtungen gebündelt wird, um einen globalen offenen Standard zu definieren. Mit von der Partie ist z. B. das Fraunhofer-Institut für integrierte Schaltungen FhG-IIS, dem deutschen Erfinder des weltweiten MP3-Standards.

Simulation und virtuelles Engineering mit Hilfe der Softwaretechnik Im Verbund von FhG und ehemaliger GMD werden strategische Projekte zur Softwaretechnik aufgelegt. Mit deren Hilfe sollen u. a. Methoden und Werkzeuge der Computersimulation, der Visualisierung und der Virtuellen Realität, des verteilten Rechnens zu Entwicklungsumgebungen integriert werden. Damit wird ein interaktives und räumliches, zeitlich verteiltes Arbeiten am virtuellen Entwurfsobjekt möglich. Die Inhalte im Internet werden durch Visualisierung transparenter und anschaulicher, zunehmend auch ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger werden so die Vorteile des modernen Netzes nutzen können.

Innovative Anwendungen, insbesondere IuK-basierte Dienstleistungen Die schnelle und einfache Umsetzung von Geschäftsideen, die Einfachheit der Nutzung sind wichtige Parameter für den Erfolg. Die Konzentration auf Entwicklungsplattformen und nutzerfreundliche Interaktivität kennzeichnen die Projekte in diesem Aufgabenfeld. So werden z. B. moderne Techniken entwickelt, um Inhalte nutzergerecht aufzubereiten und um das Internet auch für behinderte Menschen nutzbar zu machen. Weitere Projekte werden die Nutzung des Internets durch verbesserte Sprach- oder Symboleingabe und durch die Visualisierung von Inhalten vereinfachen.

Pressereferat (LS 13) | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Verbundprojekt erforscht die neurodegenerative Erkrankung Morbus Alzheimer
12.09.2017 | Universitätsklinikum Würzburg

nachricht Damit sich Mensch und Maschine besser verstehen
04.09.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie