Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zentrum für Mechatronik Braunschweig an der TU Braunschweig gegründet

12.07.2001


Der Senat der Technischen Universität Braunschweig hat am Mittwoch, den 11. Juli 2001, die Gründung eines Zentrums für Mechatronik Braunschweig (ZMB) beschlossen. Damit kann das zukunftsträchtige Zentrum der TU, das auch von der Industrie stark unterstützt wird, wie geplant zum 1. Oktober dieses Jahres seine Arbeit aufnehmen.

Den Anstoß für die Gründung des ZMB gab der gemeinsame Wunsch der TU Braunschweig und der Volkswagen AG, das Arbeitsgebiet Mechatronik in der Forschung und in der Ausbildung der jungen Ingenieure an der TU Braunschweig zu stärken. Die TU entschied sich aufgrund der bereits vorhandenen Ressourcen, die Fachkompetenz der einzelnen TU-Institute, die sich mit mechatronischen Systemen beschäftigen, in einem Zentrum zu bündeln. Dies entspricht dem Entwicklungsansatz in der Mechatronik, der in einer teamorientierten Arbeitsweise Wissen, Erfahrung und interdisziplinäres Denken zu einem »Gesamtsystemdenken« zusammenführt.

Das an der TU Braunschweig entworfene Konzept ist bundesweit einmalig. Prof. Dr. Hans-Heinrich Harms, Gründungsmitglied und Leiter des TU-Institut für Landmaschinen und Fluidtechnik sieht »in dem Zusammenspiel zwischen der Industrie und den beteiligten Forschungseinrichtungen der TU ganz neue Möglichkeiten, industrienahe Forschung zu betreiben«. Insgesamt haben sich elf Professoren aus den Fachbereichen Maschinenbau und Elektrotechnik mit einem Kollegen aus dem DLR und sieben Unternehmen, die in einigen Marktsegmenten teilweise sogar Wettbewerber sind, zu einer Dachorganisation zusammengeschlossen. Dem ZMB, das in die TU als interdisziplinäre Einrichtung integriert ist, steht ein Direktorium vor, das aus vier Professoren der TU, einem Industrievertreter und dem Geschäftsführer des ZMB besteht. Den beteiligten Unternehmen winkt für ihre Aufträge an das ZMB ein kompetentes Projektmanagement, und ihnen steht mit dem zukünftigen Geschäftsführer des ZMB nur ein zentraler Ansprechpartner, der die Abwicklung mit den verschiedenen Instituten der TU übernimmt und der genaue Kenntnisse der einzelnen teilnehmenden Institute der TU hat, zur Verfügung.

Alle Gründungsmitglieder haben sich für mindestens drei Jahre verpflichtet, aktiv am ZMB mitzuwirken. In dieser Zeit beteiligen sie sich an der Finanzierung des Zentrums. Etwa zehn weitere Unternehmen und fünf TU-Professoren haben bereits signalisiert, sich im Rahmen von Einzelprojekten zusätzlich beteiligen und die Projektkoordination nutzen.

Dank großzügige finanziellen Unterstützung der Volkswagen AG und einer langen Liste von Projekten, die bereits jetzt für eine Bearbeitung im ZMB vorliegt, bestehen für die Arbeit des ZMB hervorragende Aussichten sich auf Dauer an der TU zu etablieren.

Gründungsmitglieder des Zentrums für Mechatronik Braunschweig

Technische Universität Braunschweig:
Prof. Dr.rer.nat. Stephanus Büttgenbach, Institut für Mikrotechnik
Prof. Dr.-Ing. Wolf-Rüdiger Canders, Institut für Elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen
Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Franke, Institut für Konstruktionslehre, Maschinen- und Feinwerkelemente
Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c. Hans-Heinrich Harms, Institut für Landmaschinen und Fluidtechnik
Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c. Jürgen Hesselbach, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik
Prof. Dr.-Ing. habil. Ferit Küçükay, Institut für Fahrzeugtechnik
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Meins, Institut für Elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen
Prof. Dr.-Ing. Eckart Müller, Institut für Verbrennungskraftmaschinen
Prof. Dr.-Ing. Georg-Peter Ostermeyer, Institut für Technische Mechanik
Prof. Dr.-Ing. Eckehard Schnieder, Institut für Regelungs- und Automatisierungstechnik
Prof. Dr.-Ing. Walter Schumacher, Institut für Regelungstechnik

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Braunschweig (DLR)
Prof. Dr.-Ing. Karsten Lemmer, Institut für Verkehrsführung und Fahrzeugsteuerung

Unternehmen als Gründungsmitglieder:
Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Tappenbeck
Claas KGaA, Harsewinkel
IAV GmbH, Gifhorn
IVM Automotive Wolfsburg GmbH, Wolfsburg
MAN Nutzfahrzeuge AG, Salzgitter
Lenze GmbH & Co KG, Hameln
Volkswagen AG, Wolfsburg

Ulrike Rolf | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-bs.de/zmb

Weitere Berichte zu: DLR Mechatronik ZMB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Mit Nanopartikel-Tandems gegen den Herzinfarkt
01.12.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Virtuelle Realität für Bakterien
01.12.2017 | Institute of Science and Technology Austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik