Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF intensiviert Schmerzforschung

03.07.2001


Bulmahn: "Forschungserkenntnisse müssen schneller in die Arztpraxen gelangen, um den 6 Millionen Betroffenen besser zu helfen"

Schmerzzustände gehören zu den häufigsten und belastendsten Krankheiten in Deutschland. Noch längst nicht alle Patienten können ausreichend behandelt werden. "Mit 30 Millionen Mark in den kommenden Jahren werden wir die Schmerzforschung vorantreiben", sagte die Ministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn anlässlich der Veröffentlichung des Förderschwerpunkts "Forschungsverbünde für Schmerzforschung" heute in Berlin.

Das größte Problem sei die mangelhafte Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse. "Die Therapie der Patienten kann noch erheblich optimiert werden. Die konsequente Anwendung des bereits vorhandenen Wissens reicht oft schon aus, dem Patienten manche Qualen zu ersparen", erklärte Bulmahn. Mit dem neuen Förderschwerpunkt mache die Bundesregierung deutlich, dass die Betroffenen nicht mit ihren Problemen allein gelassen würden.

Ziel der geförderten Projekte sei nicht nur die Erweiterung des Wissens. "Forschung und Versorgung sollen miteinander besser verzahnt werden, damit den Patienten neue Erkenntnisse schneller zugute kommen", so Bulmahn. "Forschungsergebnisse müssen schneller in den Alltag der Arztpraxen gelangen." Deshalb würden Vertreter aus Forschung und medizinischer Versorgung in Forschungsnetzen zu den Themen Kopfschmerz, Rückenschmerz und neuropathischer Schmerz zusammengefasst.

In den letzten Jahren seien beachtliche Fortschritte bei der Therapie chronischer Schmerzzustände gemacht worden. Laut der Ministerin bestehe jedoch kein Anlass zur Zufriedenheit. So sei z. B. die Therapie von schweren oder langanhaltenden Schmerzzuständen weiterhin problematisch, da manche Patienten nur unzureichend auf Medikamente reagierten.

Sowohl die individuelle Belastung als auch die Anzahl der von chronischen Schmerzen Betroffenen ist sehr hoch. So leiden 20% der Bevölkerung chronisch an Kopfschmerzen, 40% mindestens einmal im Jahr an Rückenschmerzen. Auch die finanziellen Folgen für die Gesellschaft sind beachtlich: Bei Rückenschmerzen werden die Kosten für Behandlung, Rehabilitation und vorzeitige Berentung auf über 30 Milliarden Mark pro Jahr rpt 30 Milliarden Mark pro Jahrgeschätzt, beim Kopfschmerz liegen sie bei 5 Milliarden Mark pro Jahr.

| Pressereferat (LS 13)
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: Kopfschmerz Rückenschmerz Schmerz Schmerzforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Nano-CT-Gerät liefert hochauflösende Aufnahmen von winzigem Stummelfüßer-Bein
07.11.2017 | Technische Universität München

nachricht Neues Verbundprojekt erforscht die neurodegenerative Erkrankung Morbus Alzheimer
12.09.2017 | Universitätsklinikum Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie