Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovative Schiffskonstruktion gegen tödliche Wellen

16.09.2004


Der neue Schiffsrumpf soll verhindern, dass Wellen sich zu noch größeren Wellen aufbauen.


Wellenförmiger Rumpf verhindert lästige Nebenwirkungen

... mehr zu:
»Schiffskonstruktion »Welle

Um keine gefährlichen Wellen mehr zu verursachen, haben taiwanesische Forscher an der Konzeption eines neuen Schiffsrumpfs gearbeitet. Die bizarre Form des Rumpfs soll außerdem Treibstoff sparen, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. Die innovative Schiffsarchitektur wurde allerdings bisher nur als Computeranimation hergestellt.

Die so genannten Fast Ferries können nämlich zu schweren Problemen in der Seefahrt führen, da sie im seichten Wasser gewaltige Wellen produzieren, die andere kleinere Schiffe gefährden und so manchen Strandurlauber vor den Wogen flüchten lassen. Die Forscher haben nun in den Simulationen genau untersucht, welche Teile des Rumpfes dafür sorgen, dass diese unerwünschten Wellen auftreten. Zu diesen Faktoren kommen auch noch die Geschwindigkeit und die Menge des verdrängten Wassers hinzu, die die Größe der Wellen beeinflussen. Der Forscher Cheng-Hung Huang von der National Cheng Kung Universität hat mit seinem Team anschließend einen Katamaran entwickelt, der 80 Meter lang ist und nur ein Viertel der Wassermenge verdrängt als herkömmliche Schiffe.


Die Forscher haben eine Form entwickelt, die sowohl im flachen als auch im tiefen Wasser wesentlich weniger Wellen verursacht als herkömmliche Schiffe. Sie unterscheidet sich von der herkömmlichen Schiffsbauweise allerdings grundlegend: Sie ist leicht geschwungen (Foto) und funktioniert nach dem Prinzip, dass die Wellenspitzen einander nicht gegenseitig aufbauen. Die Forscher erklären, dass ein solcher Rumpf für ein Schiff jeder Länge tauglich sei. Im Versuch produzierte dieser Rumpf im Flachwasser 28 Prozent weniger Wellen, und im tiefen Wasser immerhin um 15 Prozent weniger. Ausserdem soll dieser Rumpf auch geringere Wellenwiderstände haben, als herkömmliche Konstruktionen. Das würde den Betrieb eines solchen Schiffes billiger machen.

"Im Prinzip ist es natürlich möglich, die Rumpfform zu optimieren", meint Trevor Blakeley von der Royal Institution of Naval Architects in London. Es sei aber absolut essentiell diese Resultate mit Modelltests zu überprüfen und zu beweisen.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.newscientist.com
http://www.ncku.edu.tw

Weitere Berichte zu: Schiffskonstruktion Welle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Speiseröhrenkrebs einfacher erkennen
06.03.2017 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Neues Labor für die Aufbautechnik von ultradünnen Mikrosystemen
21.02.2017 | Hahn-Schickard

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE