Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Publikation: Tatverdächtige Kinder und Jugendliche

28.05.2001


Schnelle Reaktion.
Tatverdächtige Kinder und Jugendliche im Spannungsfeld zwischen beschleunigtem Verfahren und pädagogischer Hilfe



Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention (Hrsg.)
Deutsches Jugendinstitut e.V. 2001 142 S.


In der anhaltenden Diskussion über Kinderdelinquenz und Straffälligkeit von Jugendlichen besteht - neben vielen Kontroversen - Einigkeit in der Forderung, auf delinquentes Verhalten von Kindern und Straffälligkeit von Jugendlichen schnell zu reagieren. Dahinter steht die Erwartung, daß sich schnelles Reagieren der zuständigen Institutionen und Personen ? in erster Linie sind dies die Polizei, die Justiz und die Jugendhilfe - auf jeden Fall positiv auswirken werde.

So entstanden in den letzten Jahren eine Reihe von Projekten, deren Zielstellung es ist, schnell auf Delinquenz und Straffälligkeit zu reagieren. Die in dem Band dargestellten neun Arbeitsansätze verdeutlichen das Spektrum, in dem sich diese Projekte bewegen: Auf der einen Seite stehen das Delikt und die sich damit verbindenen justiziellen Reaktionen und Sanktionen im Mittelpunkt. Ziel der Projektarbeit ist es in diesen Fällen, durch die Beschleunigung der Verfahren und Abläufe erzieherische Effekte zu erreichen. Andererseits orientieren sich Projekte, überwiegend von der Jugendhilfe initiiert und entwickelt, auf die Problemlagen und den Hilfebedarf der Kinder und Jugendlichen, der sich im Kontext von Delinquenz und Straffälligkeit offenbart. Dabei steht neben der schnellen Bereitstellung von Hilfen die gründliche Prüfung von deren Angemessenheit im Vordergrund.

Gemeinsam ist allen Projekten, daß sie - im Gegensatz zu der Abschottung früherer Jahre - auf die enge Kooperation zwischen Polizei, Justiz und Jugendhilfe setzen. Dabei wird deutlich, daß die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Handlungstrategien eine gegenseitige Akzeptanz der Möglichkeiten und Grenzen der verschiedenen Arbeitsbereiche erfordert. Und es wird deutlich, daß pädagogische Strategien, die in der Diskussion um schnelle Reaktion oft nur am Rande diskutiert werden, stärker in den Mittelpunkt gerückt werden müssen.

Die Veröffentlichungen können kostenlos bezogen werden über:
Deutsches Jugendinstitut e.V.
Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätprävention
Postfach 90 03 52 81503 München Fax: 089 / 623 06-162 Email: jugendkriminalitaet@dji.de


Barbara Keddi | idw
Weitere Informationen:
http://www.dji.de/jugendkriminalitaet

Weitere Berichte zu: Delinquenz Jugendhilfe Straffälligkeit Tatverdächtige

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Nanopartikel aus Kläranlagen - vorläufige Entwarnung
02.05.2018 | Universität Siegen

nachricht Neue Methode: Forschern gelingt es, wichtige RNA-Modifikation direkt zu markieren und aufzuspüren
30.04.2018 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics