Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HUMAINE - Human-Machine Interaction Network on Emotions

01.03.2004


HUMAINE (Human-Machine Interaction Network on Emotions) ist ein EU-gefördertes "Network of Excellence" mit dem Ziel, eine gemeinsame Plattform für die Emotionsforschung im Mensch-Maschine-Dialog zu schaffen.


Neben dem Konsortialführer, der Queen’s University Belfast, arbeiten 135 Forscher in 26 interdisziplinären Teams aus 11 Ländern Europas an der Integration bislang nicht zusammenhängender Forschungscluster. Das Projekt wird über eine Laufzeit von vier Jahren mit insgesamt 4,95 Mio. Euro gefördert.

Eines der grundlegenden Ziele, das die EU mit ihrer Forschungsförderung verfolgt, ist die Erleichterung des Zugangs zu Hochtechnologie für jedermann. In dem Maße, wie die Interaktion mit der Technik für den Menschen natürlicher werden soll, gewinnen auch die Emotionen der Benutzer an Bedeutung - eine Maschine, die nicht angemessen z.B. auf Verärgerung reagieren kann, wird schnell abgelehnt.


Bevor derartige Fähigkeiten in technologischen Systemen eingebaut werden können, müssen die wissenschaftlichen Grundlagen gelegt werden; speziell im Fall der Emotionsforschung findet man ein derzeit zersplittertes Forschungsgebiet vor. Aufgabe des HUMAINE-Netzwerks in den kommenden vier Jahren wird sein, für die beteiligten Disziplinen eine gemeinsame "Sprache" zu finden, d.h. ein gemeinsames Verständnis der Herausforderungen und Schwierigkeiten, sowie erste Ansätze zu deren Bewältigung.

Auf der Basis seiner ausgedehnten Erfahrung mit anthropomorphen Interaktionsagenten beleuchtet das DFKI in HUMAINE mehrere grundlegende Aspekte der Emotionsforschung: Soziale und emotionale Verhaltensplanung für Konversationsagenten, affektive Dialogmodellierung, emotionale Sprachsynthese.

Das erste Gesamttreffen des Netzwerks findet vom 01. bis zum 03. März am DFKI Saarbrücken unter dem Motto "Visionen" statt. Als Kick-off Meeting ist es der Startschuss für die gemeinsame Arbeit im Netzwerk. Im Laufe der dreitägigen Veranstaltung werden die ca. 100 Teilnehmer ihre bisherige Forschungsarbeit vorstellen und die ersten konkreten Schritte der Arbeitsgruppen festlegen.

Das Informationsportal zu HUMAINE, das Informationen nicht nur bereit stellt, sondern auch als wesentlicher Anlaufpunkt für Forscher zur Verfügung steht, ist bereits online.

DFKI-Kontakt: Marc Schröder, Tel.: (0681) 302-5303, Fax -5338, E-Mail: Marc.Schroeder@dfki.de

Reinhard Karger M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://emotion-research.net
http://www.dfki.de

Weitere Berichte zu: Emotion Emotionsforschung HUMAINE Human-Machine Interaction Network

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Verbundprojekt erforscht die neurodegenerative Erkrankung Morbus Alzheimer
12.09.2017 | Universitätsklinikum Würzburg

nachricht Damit sich Mensch und Maschine besser verstehen
04.09.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie