Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer SFB "Stabilität von Randzonen tropischer Regenwälder in Indonesien"

04.08.2000


Am 23. Juni 2000 hat die Deutsche

... mehr zu:
»DFG »Doktorand »Indonesien »Regenwald
Forschungsgemeinschaft (DFG) die Einrichtung eines neuen Sonderforschungsbereichs (SFB) an der Georg-August-Universität Göttingen bewilligt: den SFB 552 mit dem Titel "Stabilität von Randzonen
tropischer Regenwälder in Indonesien". Am 1. Juli hat der SFB, der in Kooperation mit der Universität Gesamthochschule Kassel durchgeführt wird, nach über dreijähriger Vorbereitung seine Arbeit aufgenommen. Das Koordinationszentrum und die Geschäftsstelle sind im Forschungs- und Studienzentrum der Agrar- und Forstwissenschaften der Tropen und Subtropen (kurz: Tropenzentrum) im agrarwissenschaftlichen Fachbereich der Universität Göttingen angesiedelt. Der Sprecher des SFB ist Prof. Dr. Gerhard Gerold, Abteilung Landschaftsökologie des Geographischen Instituts.

In Zusammenarbeit mit dem Institut Pertanian Bogor (IPB, landwirtschaftliche Universität in Bogor, Java) und der Universitas Tadulako (Universität in Palu, Sulawesi) wurde als Forschungsgebiet der Lore Lindu Nationalpark und seine Umgebung auf der Insel Sulawesi ausgewählt. Zwischen IPB und Tropenzentrum sowie den beteiligten Instituten der Universitäten Göttingen und Kassel bestehen seit langem fruchtbare Kooperationsbeziehungen, die die gemeinsame Entwicklung des SFB-Konzepts unter Berücksichtigung indonesischer Interessen sehr begünstigt haben.

Der SFB stellt sich einer besonders hohen Herausforderung sowohl im Bereich der Interdisziplinarität als auch im Hinblick auf die internationale und interkulturelle wissenschaftliche Zusammenarbeit. Zwölf verschiedene Fachgebiete müssen im Hinblick auf ein gemeinsames Thema integriert werden, wobei die Verbindung von Natur- und Sozial- bzw. Wirtschaftswissenschaften besonders hohe Anforderungen an die beteiligten Wissenschaftler stellen. Die 17 Teilprojekte des SFB sind in 5 Projektbereiche gegliedert, jedes Teilprojekt wird auf indonesischer Seite ergänzt von Wissenschaftlern der Universität Bogor und Nachwuchswissenschaftlern der Universität Palu. Es ist geplant, jedem Doktoranden aus Deutschland einen indonesischen Doktoranden zur Seite zu stellen. Deren Finanzierung soll durch den DAAD sowie indonesische und internationale Förderinstitute sichergestellt werden.

Mitte Juli reisten 18 Wissenschaftler aus Göttingen und Kassel nach Indonesien. Mit den indonesischen Partneruniversitäten wurde in Bogor ein Workshop zur wissenschaftlichen und organisatorischen Planung der ersten Phase des SFB durchgeführt. Anschließend wählten die Wissenschaftler gemeinsam im Forschungsgebiet die Untersuchungseinheiten und -flächen. Aktuell wird an der Universität eine Koordinationsstelle eingerichtet. 14 Doktoranden sowie vier Graduierte werden im Herbst ihre Arbeiten in Sulawesi aufnehmen können.

Die Vorbereitung des SFB wurde großzügig unterstützt durch die Universitäten Göttingen und Kassel, die Ministerien für Wissenschaft und Kultur der Länder Niedersachsen und Hessen sowie durch das BMBF. Die DFG selbst hat ein großes Interesse an dem SFB . Geplant ist die Eröffnung des SFB am 22. September in der Universität von Palu durch den Präsidenten der DFG, Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker. Er wird begleitet werden von Vizepräsident Prof. Dr. Hans-Jürg Kuhn von der Universität Göttingen und von Vizepräsident Prof. Dr. Herbert Haf von der Universität Gesamthochschule Kassel sowie von drei Mitgliedern des SFB-Vorstands.

Weitere Informationen:

Dr. Paul Winkler
Center for Tropical and Subtropical Agriculture and Forestry (CeTSAF)
Am Vogelsang 3
37075 Göttingen
Tel.: 0551/39-9543
Fax: 0551/39-4556
Internet: http://www.gwdg.de/~cetsaf

Dr. Frank Woesthoff |

Weitere Berichte zu: DFG Doktorand Indonesien Regenwald

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Fake News finden und bekämpfen
17.08.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Neues interdisziplinäres Zentrum für Physik und Medizin in Erlangen
25.07.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie