Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

LLL- Lebenslanges Lernen: Chance für alle zu jeder Zeit. Modellversuchsprogramm von Bund und Ländern

01.12.2000


Mit 25 Mio. Mark fördern Bund und Länder im Rahmen des Modellversuchsprogramms "Lebenslangens Lernen" insgesamt 23 Projektvorhaben. Am 4. und 5. Dezember 2000 findet im "Langen Eugen" (Hermann-Ehlers-Straße 10, 53113 Bonn) eine Auftaktveranstaltung zu diesem Programm statt. Eingeladen sind Vertreter/innen der Projekte, die Mitglieder des zugehörigen Lenkungsausschusses und Mitglieder der Projektgruppe ’Innovation im Bildungswesen’. Mit der Auftaktveranstaltung wird den Projektnehmenden ein erster Erfahrungsaustausch ermöglicht. Er dient dazu Arbeitskontakte und Kooperationen zwischen den einzelnen Projekten einzuleiten.

Das lebenslange Lernen ist in der Erwachsenen-/Weiterbildung ein wichtiges Thema: So überdenken beispielsweise die Bildungseinrichtungen ihr Selbstverständnis als Wissensanbieter und stellen mehr Strukturen für eigenverantwortliches und selbstgesteuertes Lernen bereit. In einigen Projekten des BLK-Modellversuchsprogramms werden Angebote zum Selbstlernen entwickelt, bei denen die Lernenden ihre Materialien und ihre Vorgehensweise selbst auswählen können, die Lehrkraft schlüpft in die neue Rolle des Beraters. Andere Projekte konzentrieren sich auf die Fortbildung der Lehrenden oder auf eine Organisationsentwicklung im Kooperationsverbund, die eine neue Lehr/-Lernkultur hervorbringen wird. Die Lernenden zu stärken und die Bildungsangebote von Einrichtungen durch Kooperation und Vernetzung besser mit dem Bedarf abzustimmen, sind wesentliche Voraussetzungen dafür, mit unserem Bildungssystem die veränderten Bedingungen des beschleunigten Strukturwandels zu bewältigen- das sind nach Auffassung des Programmkoordinators Dr. Peter Krug, Ministerialdirigent aus dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung des Landes Rheinland Pfalz, die beiden Hauptziele des Programms.
Neben den Lernkulturen und dem Kooperationsverhalten der Einrichtungen verändern sich auch die Rahmenbedingungen des Lernens. Qualitätssicherung und Transparenz des Angebotes, die Möglichkeit Zertifikate - auch für informelles und modularisiertes Lernen - zu vergeben sowie Beratungsleistungen für Lernbenachteiligte sind wichtige Aspekte des BLK-Modellversuchsprogramms "Lebenslanges Lernen". Diese Ansätze sind dazu geeignet, in der Bildungslandschaft innovative Impulse auszulösen.


Die Programmvorhaben sind im Anhang aufgeführt; sie schließen die Bildungsbereiche Schule, Hochschule, berufliche Bildung und Weiterbildung ein, wobei über Vernetzungen von Einrichtungen in der Regel bildungsbereichsübergreifende Kooperationen eingegangen werden. Fünf Wissenschaftler betreuen und analysieren das Gesamtprojekt. Sie sorgen dafür, dass die Einzelergebnisse in den Zusammenhang des Programms gestellt werden. Letztlich sollen innovative Bildungskonzepte zum ’Lebenslangen Lernen’ verbreitet und bildungspolitische Empfehlungen ausgesprochen werden.
Koordiniert werden die Projektvorhaben von einem Lenkungsausschuss, in dem alle Bundesländer und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vertreten sind. Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung in Frankfurt/M. ist als Programmträger für die Betreuung der Vorhaben zuständig.

Weitere Informationen: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, Hansaallee 150, 60320 Frankfurt/M., Dr. Heino Apel, Fon 069/95626-133, E-Mail apel@die-frankfurt.de. Die Homepage des Programms:http://www.blk-LLL.de.

Kurzbeschreibung der Projekte des Programms Lebenslanges Lernen:

Baden-Württemberg
Am Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Ulm werden online-gestützte Lernergruppen betreut, die das "Forschende Lernen" als Motor einer neuen Lernkultur erproben.


An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg werden Lernprozesse verbessert, indem die Schulkultur und Lernumgebungen entsprechend gefördert werden.

Bayern
Im Arbeitskreis Gymnasium und Wirtschaft e.V., Unterhaching läuft ein Schulprojekt für nach-faltige Lernmotivation.

Berlin
Die Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport, Berlin, untersucht das selbstgesteuerte Lernen und die Organisationsentwicklung in Weiterbildungseinrichtungen Berlins.

Brandenburg
Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, Potsdam, untersucht in enger Zusammenarbeit mit dem Land Berlin das selbstgesteuerte Lernen und die Organisationsentwicklung in Weiterbildungseinrichtungen Brandenburgs.

Bremen
Die Kooperationsstelle Universität/Arbeitskammer mit dem Arbeiter-Bildungs-Centrum Bremen qualifiziert Bildungsbenachteiligte für den Übergang von der Aus- zur Weiterbildung.
Die Universität Bremen fördert das selbstorganisierte, lebenslange Lernen in der Arbeitswelt.

Hamburg
Die Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung der Freien und Hansestadt Hamburg unterhält ein "Netzwerk Lernkultur" zur Förderung selbstgesteuerten Lernens an verschiedenen Lernorten.
Die gleiche Behörde fördert ein lokales Netzwerk von Einrichtungen, das Lerngruppen beraten und unterstützen soll.

Hessen
Die Justus-Liebig-Universität Gießen entwickelt in Kooperation mit Weiterbildungseinrichtungen praxisbezogene Ansätze des selbstgesteuerten Lernens bei Studierenden und nebenberuflichen WeiterbildnerInnen.

Mecklenburg-Vorpommern
Der Volkshochschulverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., Schwerin, entwickelt innovative Modelle des Lehrens und Lernens im Netzwerk Weiterbildung.

Niedersachsen
Die Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg führt ein Projekt durch, bei dem Lehrer kleine Forschungsaufträge zum Lebenslangen Lernen erhalten, so dass selbständiges Arbeiten zum Zentrum der Fortbildung wird.
Das ArtSet Institut für kritische Sozialforschung in Hannover konzipiert mit Weiterbildungseinrichtungen ein System zur Qualitätsbeurteilung der Bildungsangebote.

Nordrhein-Westfalen
Im Forum Weiterbildung Unna werden selbstgesteuerte Lernformen der interkulturellen Weiterbildung im Netzwerkentwickelt. Die Volkshochschule Witten-Herdecke richtet in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Bildungsträgern ein regionales Netzwerk zum ’Lernen und Selbstlernen’ ein.

Rheinland-Pfalz
Die Universität Kaiserslautern fördert die Selbstlernfähigkeit der Lernenden, und bildet Studierende und Pädagogen entsprechend fort.
Das Institut für Pädagogik und das Zentrum für Weiterbildungsforschung und -management an der Universität Landau entwickelt internetbasierte Weiterbildungsmaterialien und Dienstleistungen für Weiterbildner, damit sie sich für Angebote zum lebenslangen Lernen besser qualifizieren können.

Saarland
Die Volkshochschule Saarbrücken versucht in Kooperation mit weiteren Bildungsanbietern das Französischlernen durch neue Lernangebote (andere Lernorte, neue Lernanlässe, spielerisches Lernen, etc) besonders mit lernungewohnten Jugendlichen zu fördern.

Sachsen
Das Sächsische Staatsministerium für Kultus, Dresden, befähigt und motiviert Jugendliche in der Schule zum lebenslangen Lernen.

Sachsen-Anhalt
An der Fachhochschule Magdeburg werden in Kooperation mit der Uni Bielefeld Bildungseinrichtungen mit Anstellungsträgern der Gesundheitsbildung vernetzt, um innovative Weiterbildungsarrangements zu entwickeln.

Schleswig-Holstein
Das Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften der Universität Kiel entwickelt Konzepte für Lehrkräfte und Schüler an Grundschulen, die zum lebenslangen Lernen befähigen.
Als zweites Vorhaben werden in Kooperation mit Hauptschulen und Ausbildungsbetrieben Konzepte entwickelt, um bildungsferne und lernbenachteiligte Schülerinnen und Schüler zum kontinuierlichen selbständigen Lernen zu befähigen.

Thüringen
Der Thüringer Volkshochschulverband e.V., Jena, entwickelt und erprobt im Weiterbildungsnetzwerk innovative Lehr- und Lernarrangements in der politischen Weiterbildung.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

M.A. Christine Schumann | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Fake News finden und bekämpfen
17.08.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Neues interdisziplinäres Zentrum für Physik und Medizin in Erlangen
25.07.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie