Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsverbund »Neuronale Fuzzy-Logik NRW« präsentierte Forschungs-und Entwicklungsergebnisse

28.11.2000


... mehr zu:
»Forschungsverbund »Fuzzy-Logik »MFH »NRW
Land NRW förderte Forschungsarbeiten des Forschungsverbundes, an dem 14 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von sechs Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen beteiligt sind, mit 1,25 Millionen Mark.

Ein großes Lob erhielt der Forschungsverbund »Neuronale Fuzzy-Logik NRW« (NFL) von der Ministerin für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW, Gabriele Behler: »Die Forscherinnen und Forscher haben gute Arbeit geleistet und hervorragende Ergebnisse erzielt«. Anlass war die Präsentation der Ergebnisse der Forschungsarbeiten des Verbundes zur Entwicklung und Erprobung neuer Anwendungen der Künstlich Neuronalen Netze und Fuzzy-Logik am 24. November 2000 in der Märkischen Fachhochschule (MFH) in Iserlohn.

AUS DEN MEISTEN FORSCHUNGSPROJEKTEN ENTSTANDEN KOOPERATIONEN MIT DER INDUSTRIE
Aus der Sicht von Ministerin Behler ist besonders erfreulich, »dass aus den meisten Forschungsprojekten Kooperationen mit der Industrie erwachsen sind. Dadurch konnten weitere finanzielle Mittel eingeworben und praxisorientierte Testumgebungen erschlossen werden. Neue Techniken sind in die Unternehmen getragen und junge Diplom-Ingenieurinnen und -ingenieure mit hervorragender Anwendungsorientierung in den Projekten für die Industrie ausgebildet worden.« Ein Gutachtergremium, bestehend aus Vertretern der Industrie sowie Hochschulen aus anderen Bundesländern hatte bereits anlässlich einer Zwischenpräsentation den beteiligten Forschern eine hervorragende Leistung bescheinigt. In dem Votum hieß es, die Projekte verliefen sehr zielgerichtet, anwendungsorientiert und effektiv.

MASCHINEN LERNEN SELBSTÄNDIG UND OPTIMIEREN SICH AUTOMATISCH
Der Verbund, an dem 14 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von sechs Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen beteiligt sind, hat sich drei Jahre lang intensiv mit der Frage beschäftigt, wie Maschinen selbständig lernen und sich automatisch optimieren können. Ziel der Forschungsarbeiten war vor allem die Nutzung neuer Techniken und intelligenter Anwendungslösungen der Automatisierungstechnik und Betriebswirtschaft zur Verkürzung von Entwicklungszeiten. Das NRW-Ministerium hatte den Forschungsverbund mit insgesamt rund 1,25 Millionen Mark aus dem Innovationsprogramm Forschung gefördert.

Rund 100 Gäste aus Hochschulen, Industrie und Politik zeigten großes Interesse an der Arbeit des Forschungsverbundes. Neben Vorträgen, u. a. von Ministerialdirigent Helmut Mattonet, standen die ausgestellten Forschungsergebnisse im Mittelpunkt der Veranstaltung.

DATENMENGEN IM DETAIL ANALYSIEREN UND SYSTEMATISCH AUFBEREITEN
Die Märkische Fachhochschule Iserlohn, Standort Hagen, stellte geeignete Methoden und Softwareprodukte vor, mit deren Hilfe Unternehmen ihre Datenmengen im Detail analysieren und systematisch aufbereiten können. Derartige Datenanalysen können sowohl bei technischen als auch bei betriebswirtschaftlichen Prozessen wie etwa der Analyse der Warenwirtschaft oder der von Finanzdaten eingesetzt werden.

METALLISCHE VERUNREINIGUNGEN IN LEBENSMITTELN BESSER ERKENNEN
Die Fachhochschule Köln stellte gleich drei Projekte in Iserlohn vor. So entwickelten im Fachbereich Nachrichtentechnik die Professoren H.M. Schaedel und R. Bartz für den industriellen Einsatz ein Verfahren, das die Fehleinstellung von PI-Reglern in einem geschlossenen Regelkreis erkennt und schrittweise eine optimale Reglereinstellung herbeiführt. Ein weiteres Forschungsvorhaben der Kölner Professoren war die Entwicklung einer auf Fuzzy-Logik basierenden Signalauswertung, die es ermöglicht, metallische Verunreinigungen in der Lebensmittelproduktion wesentlich besser zu erkennen. Prof. Dr. Michael Bongards von der Abteilung Gummersbach der FH Köln zeigte, dass auch Kläranlagen sich mit Hilfe von Neuronalen Netzen optimieren lassen. Sie ermöglichen zum Beispiel eine vorausschauende Regelung des Sauerstoffeintrags und der Stickstoffelimination, wodurch sich Kapazitätsreserven der Anlage bestmöglich nutzen lassen.

ARBEITEN WIE EIN "HOCHLEISTUNGSSPORTLER"
Gemeinsam mit der FH Bielefeld und der FH Münster entwickelte die MFH Iserlohn einen adaptiven Neuro-Fuzzy-Regler, der sich selbsttätig auf unterschiedliche Situationen im Produktionsprozess einstellen und sein Verhalten im Sinne der Erzielung einer optimalen Prozessgüte zielgerichtet trainieren kann. Er arbeitet wie ein »Hochleistungssportler«, der seine Ergebnisse durch ständiges Training verbessert.

ENERGIEKOSTENENTWICKLUNG OPTIMIEREN
Die FH Gelsenkirchen entwickelte ein Managementsystem für die Gebäudebewirtschaftung, mit dem sich die Kostenentwicklung für den Bezug von Energie optimieren lässt.

AUTOMATISCHE ERKENNUNG VON VERSANDEINHEITEN AUF VOLLSTÄNDIGKEIT
Mit dem an der FH Bochum entwickelten Fuzzy-Klassifikator zur Identifizierung von Objekten ist die automatische Erkennung von Leergut-Kästen im Getränkehandel bzw. Brauereien möglich. Einsatzmöglichkeiten bestehen jedoch auch in den Bereichen »E-Commerce« und »E-Logistics«, wo gepackte Versandeinheiten auf Vollständigkeit (z.B. enthaltene Lieferscheine) automatisch überprüft werden können.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Petra Schmidt-Bentum | idw

Weitere Berichte zu: Forschungsverbund Fuzzy-Logik MFH NRW

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Lösung gegen Schwefelsäureangriff auf Abwasseranlagen
23.02.2018 | Technische Universität Graz

nachricht Forschende der Uni Kiel entwickeln extrem empfindliches Sensorsystem für Magnetfelder
15.02.2018 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics