Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Phenion führt Universität und Wirtschaft zusammen

16.11.2000


Gemeinsame Forschungsgesellschaft mit Henkel am Niederurseler Hang stärkt den Biotech-Standort Rhein-Main

FRANKFURT. Die Goethe-Universität und die Henkel KGaA in Düsseldorf gründen eine gemeinsame biotechnologische Forschungsgesellschaft. ’Phenion’ - so der Name des gemeinsamen Unternehmens - wird seinen Sitz am Biozentrum auf dem Campus Niederursel haben. Ziel ist es, das Unternehmen als wirtschaftlich unabhängiges Kompetenzzentrum für biologische und biotechnologische Forschung erfolgreich am Markt zu etablieren; ein Umzug in das Frankfurter Innovationszentrum (FIZ) ist nach dessen Fertigstellung in etwa zwei Jahren vorgesehen. Präsident Prof. Rudolf Steinberg hob hervor, dass dieses Projekt den zunehmenden Erwartungen nach einer engeren Zusammenarbeit zwischen Universität und Wirtschaft Rechnung trage: "Die Resultate unserer Forschung werden auf diese Weise rascher umgesetzt, während wir von Management und Marketing eines internationalen Konzerns profitieren können." Diese Kooperation bedeute für beide Partner eine ’win-win-Situation’.

Henkel, auf dessen Initiative die Kooperation zurückgeht, bringt für zunächst fünf Jahre Managementkompetenz ein und übernimmt Projektmanagement und Finanzierung der geplanten Forschungsprojekte. Die Universität stellt die Infrastruktur eines der modernsten Biozentren Deutschlands und natürlich die fachliche Expertise ihrer Professoren in den Disziplinen Chemie, Biochemie, Biologie, Pharmazie und Medizin von der Molekularbiologie über die Wirkstoff- und Naturstoffforschung, Hochleistungsanalytik und Nanotechnologie bis hin zur klinischen Dermatologie zur Verfügung. Verantwortlicher Projektleiter auf Seiten der Goethe-Universität ist Prof. Dieter Steinhilber vom Institut für Pharmazeutische Chemie: "Bis zu 25 junge Wissenschaftler werden künftig stark anwendungsorientiert arbeiten, ohne dass wir Fragestellungen der Grundlagenforschung außer Acht lassen werden. Dabei können wir uns auf das exzellente Ausbildungsniveau in den beteiligten Fächern stützen."

Dr. Wolfgang Gawrisch, Corporate Vice President Forschung/Technologie bei Henkel hat vor allem den Verbrauchernutzen im Auge: "Die Biotechnologie als attraktives, zukunftsweisendes Forschungsfeld eröffnet hervorragende Chancen für die Entwicklung neuartiger Produkte und Dienstleistungen, die wir noch besser auf die Wünsche unserer Kunden abstimmen können."

Die gemeinsame Kooperation wurde in enger und kreativer Zusammenarbeit einer Professorengruppe am Biozentrum, der Universitätsleitung und Henkel in weniger als sechs Monaten vereinbart.

Das Projekt ist nicht nur eine sinnvolle Erweiterung des Schwerpunkts Biowissenschaften/Wirkstoffforschung der Universität; vor dem Hintergrund des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgeschriebenen Bioprofile-Wettbewerbs trägt es nachhaltig zu einer weiteren Stärkung des Biotech-Standorts Rhein-Main bei.

Nähere Informationen: Präsident Prof. Dr. Rudolf Steinberg; Telefon: 069/798-22232, Prof. Dr. Dieter Steinhilber, Inst. für Pharmazeutische Chemie; Telefon: 069/798-29324

Gottfried Oy | idw

Weitere Berichte zu: Forschungsgesellschaft Phenion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Verbundprojekt erforscht die neurodegenerative Erkrankung Morbus Alzheimer
12.09.2017 | Universitätsklinikum Würzburg

nachricht Damit sich Mensch und Maschine besser verstehen
04.09.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie