Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zukunftsfonds Berlin

17.11.2000


Der Zukunftsfonds des Landes Berlin startet zum 01.01.2001. Projektideen können ab sofort bei der Geschäftsstelle eingereicht werden.

Aus dem Zukunftsfonds können Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus den technologischen Schwerpunktbereichen der Stadt gefördert werden. Er soll bestehende Förderprogramme nicht ersetzen, sondern um eine strategisch ausgerichtete Komponente ergänzen. Die Projekte müssen geeignet sein, die Technologiekompetenz der Region zu stärken und zum Aufbau leistungsfähiger, sich selbst tragender Wirtschaftsstrukturen beizutragen. Es werden bevorzugt Vorhaben gefördert, die gemeinsam von Wissenschaft und Wirtschaft getragen werden. Idealerweise sollen die Projekte auch zu Rückflüssen an den Fonds führen.

Details
Der Zukunftsfonds in Höhe von 250 Mio. DM wird zum 01.01.2001 vom Land Berlin aus einem Teil der Erlöse des Verkaufes der Berliner Wasserbetriebe errichtet.

Ab 2004 wird sich die finanzielle Unterstützung des Bundes für Berlin reduzieren. Ab 2006 werden EU-Mittel für die Region wegfallen. Deshalb beabsichtigt Berlin mit dem Zukunftsfonds Mittel zum Aufbau einer Wirtschaftsstruktur bereitzustellen, die sich nach dem Wegfall der Unterstützung für Berlin selbst tragen kann.

Die Förderung aus dem Zukunftsfonds konzentriert sich auf die Branchen Bio- und Medizintechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie die Verkehrstechnologie. In diesen wachstumsstarken Bereichen hat Berlin schon heute Stärken sowie Chancen, eine internationale Spitzenposition zu erringen. Die Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze bei den neuen Technologien soll weitere Arbeitsplätze auf dem Feld der industrienahen Dienstleistungen nach sich ziehen. Dadurch wird ein Multiplikatoreffekt erwartet. Ausnahmen von der Themenorientierung sind möglich. Darüber und über die Aufnahme weiterer Schwerpunktfelder entscheidet der Technologie- und Innovationsrat des Landes Berlin (TIR). Der TIR wurde im Januar diesen Jahres vom Regierenden Bürgermeister berufen und berät das Land Berlin in allen technologiepolitischen Fragen.

Mit dem Management des Zukunftsfonds wurde die TSB Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin beauftragt. Das kaufmännische Management des Fonds wird von der Investitionsbank Berlin (IBB) verantwortet.

Der Zukunftsfonds fördert Forschungs- und Entwicklungsprojekte insbesondere dann, wenn die Projekttätigkeit auch nach Ablauf der Förderung mit Infrastruktureffekten für die Region verbunden ist. Die Projekte sollen Kooperationsstrukturen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft etablieren, die langfristigen Nutzen für die Region bringen. Solche Effekte erhofft man sich insbesondere von Vorhaben der anwendungsorientierten Forschung, bei denen Partner aus der Wissenschaft und Partner aus der Wirtschaft zusammenwirken. Die Projekte sollen sich deshalb über die gesamte Wertschöpfungskette erstrecken. Der Zukunftsfonds soll so dazu beitragen, dass Partnerschaften zwischen Forschung und Industrie aus der Region zur Entstehung international anerkannter Kompetenzzentren führen. Die wirtschaftliche Verwertung der Projektergebnisse in Berlin ist Voraussetzung für die Förderung.

Die aus dem Zukunftsfonds geförderten Projekte sollen:
- International wettbewerbsfähige Forschungskompetenz in Berlin bündeln,
- mehrere Technologien oder Anwendungsfelder kombinieren,
- kleinere und mittlere Unternehmen einbeziehen,
- Aspekte der Ausbildung und Qualifizierung für neue Technologien beinhalten,
- möglichst viele Stufen der Wertschöpfungskette abdecken,
- sich selbst tragende Strukturen aufbauen,
- nach Möglichkeit Rückflüsse an den Fonds erwirtschaften.

Das Bewilligungsverfahren ist zweistufig: In der ersten Stufe werden Ideenskizzen bei der Geschäftsstelle des Zukunftsfonds eingereicht. Diese werden vom TIR beurteilt. Wenn der TIR eine positive Wertung ausspricht, kann ein ausführlicher Projektantrag eingereicht werden. Das Kuratorium der TSB entscheidet auf Grundlage der Empfehlung des TIR über die Förderung.

Die kaufmännische Abwicklung der Förderung erfolgt durch die Investitionsbank Berlin (IBB). Die IBB übernimmt auch die betriebswirtschaftliche Begutachtung der Vorhaben und das Financial Engineering des Fonds.

Aus dem Zukunftsfonds erfolgt in der Regel keine Vollfinanzierung von Vorhaben. Kofinanzierungen zu anderen Förderprogrammen sind möglich und ausdrücklich erwünscht. Der Zukunftsfonds soll bestehende Förderprogramme nicht ersetzen, sondern ergänzen. Bevorzugt werden Förderformen, die zu Rückflüssen an den Fonds führen (Darlehen, Beteiligungen).

Geschäftsstelle:
Dr. Christian Hammel
TSB Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin
Fasanenstraße 85
10623 Berlin
Tel.: 030/46302-508
Fax: 030/46302-444
E-Mail: hammel@technologiestiftung-berlin.de

Quellen
Die Leitlinie für die Projektförderung ist auf der Homepage zu finden.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Annette Kleffel | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Verbundprojekt erforscht die neurodegenerative Erkrankung Morbus Alzheimer
12.09.2017 | Universitätsklinikum Würzburg

nachricht Damit sich Mensch und Maschine besser verstehen
04.09.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz