Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU-Forschungsschwerpunkt: Wasser in Ballungsräumen

04.08.2000


Der Akademische Senat der TU Berlin hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause die Einrichtung des fachbereichsübergreifenden Forschungsschwerpunktes "Wasser in Ballungsräumen - Methoden und Instrumente einer zukunftsfähigen Bewirtschaftung" beschlossen. Die Laufzeit ist zunächst auf drei Jahre begrenzt und beginnt am 1. September 2000. Die Vorbereitung lag vor allem in den Händen von Prof. Dr. Günter Abel, Vizepräsident für Forschung, und des designierten Sprechers des Forschungsschwerpunktes, Prof. Dr.-Ing. Martin Jekel vom Institut für Technischen Umweltschutz.
Ausgangspunkt für die Entscheidung ist die grundsätzlich von der TU Berlin verfolgte Strategie der stärkeren Schwerpunktsetzung im Forschungsbereich. Eine wichtige Rolle spielt auch die mit der Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe geplante Gründung eines Berliner Kompetenzzentrums "Wasser". Dieses Vorhaben ist Teil der technologiepolitischen Strategie Berlins zur Profilierung des Standortes. Das Thema Wasser soll ähnlich wie jene Technologiebereiche ausgebaut werden, bei denen sich Berlin bereits als Anbieter innovativer Lösungen etabliert hat. Dazu gehören u.a. Biotechnologie, Verkehr und Mobilität. Im Bereich Wasser sieht die TU Berlin eine besondere Chance, mit ihren wissenschaftlichen Kompetenzen und den bereits bestehenden nationalen wie auch internationalen Kooperations-Netzwerken einen wichtigen Beitrag für das Land und die Region zu leisten.


An der TU Berlin sind bereits zahlreiche Fachdisziplinen mit zum Teil erheblichen Forschungsleistungen zum Thema Wasser vorhanden. Neben dem Ausbau bestehender Kooperationen soll in neuen Forschungsprojekten der Vernetzungsgrad der TU-Partner erhöht werden. Die stetig wachsenden Umweltprobleme urbaner Räume, die immer auch den Bereich Wasser tangieren, können nur durch gemeinsame universitäre Aktivitäten sinnvoll und nachhaltig gelöst werden. Allein acht TU-Fachbereiche werden innerhalb des Schwerpunktes gemeinsam forschen. Das Spektrum reicht dabei von der Verfahrens- und Umwelttechnik, der Ökosystemforschung über die Physik bis hin zu den Planungs- und Wirtschaftswissenschaften. Vor allem methodische Grundlagen sollen erarbeitet werden, um den Umgang mit Wasser im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsfähigeren Bewirtschaftung zu verändern. Ein besonderes Gewicht wird dabei der hohen Bedeutung von Wasserressourcen auf internationaler Ebene, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern, beigemessen werden.

Darüber hinaus besteht eine wichtige Aufgabe in der Bündelung von Forschungskompetenzen für öffentliche und privatwirtschaftliche Partner. Neben der Vermittlung von Anfragen und Aufträgen wird sich der Forschungsschwerpunkt verstärkt um den wichtigen Bereich der Akquisition von Drittmitteln kümmern.
Die TU Berlin ist bereits Sprecherhochschule des Sonderforschungsbereiches 193 "Biologische Behandlung industrieller und gewerblicher Abwässer", an dem sich Biologen, Chemiker und Ingenieure verschiedener Fachrichtungen mit 17 Teilprojekten beteiligen. Außerdem ist der Interdisziplinäre Forschungsverbund Wasserforschung e.V., der den wissenschaftlichen Austausch in der Region Berlin-Brandenburg organisiert, an der TU Berlin angesiedelt. Der Verein ist zugleich Träger des Expo-2000-Projektes "Nachhaltiges Wassermanagement", das zur Zeit in der Rummelsburger Bucht (S-Bahnhof Treptower Park) zu besichtigen ist.

Zum Thema Wasser bietet die TU-Pressestelle auch einen speziellen Expertendienst an. Dort sind zahlreiche Ansprechpartner aus der Universität zu diesem Wissensgebiet mit ihren Kommunikationsverbindungen und Schwerpunktthemen aufgelistet. WWW-Adresse: http://www.tu-berlin.de/presse/wissenschaftsdienst/experten/wasser.htm

Bei weiteren Fragen steht Ihnen gern der designierte Sprecher des neuen Forschungsschwerpunktes "Wasser in Ballungsräumen", Prof. Dr.-Ing. Martin Jekel, Institut für Technischen Umweltschutz, Tel.: 030/314-23339, -25058 oder Dr.-Ing. Mathias Ernst, Leitung der Geschäftsstelle, Tel: 030/314-26911, Fax: 030/314-23850, E-Mail: Mathias.Ernst@tu-berlin.de zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

 

Ramona Ehret |

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Wie formen autonome Fahrzeuge die Städte der Zukunft?
31.01.2017 | Daimler und Benz Stiftung

nachricht Der «Attraction Effect»: So lässt sich unser Gehirn beeinflussen
30.01.2017 | Universität Basel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Welt der keramischen Werkstoffe - 4. März 2017

20.02.2017 | Veranstaltungen

Schwerstverletzungen verstehen und heilen

20.02.2017 | Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovative Antikörper für die Tumortherapie

20.02.2017 | Medizin Gesundheit

Multikristalline Siliciumsolarzelle mit 21,9 % Wirkungsgrad – Weltrekord zurück am Fraunhofer ISE

20.02.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Viren ihren Lebenszyklus mit begrenzten Mitteln effektiv sicherstellen

20.02.2017 | Biowissenschaften Chemie