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Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation

09.01.2001


Neugegründetes Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln (IQPR) nimmt die Arbeit auf.

Grundlagenforschung, Entwicklung, Prüfung, Anwendung und Evaluation von Instrumenten, Methoden und Verfahren von Präventions- und Rehabilitationsprozessen (Instrumente zum Gesundheits- und Reha-Management) stehen im Mittelpunkt der Arbeit des neugegründeten Instituts für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln. Ein Kernpunkt ist der Aufbau von Netzwerken und Verbünden u.a. im Kölner Raum; eine Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen, mit Reha-Versorgungssystemen (Kostenträgern und Anbietern) und insbesondere mit Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen (NGO) ist geplant.
Die Verbindung zur Deutschen Sporthochschule Köln, speziell zum Institut für Rehabilitation und Behindertensport ergibt sich aus dessen Geschichte. 1964 wurde hier einer der ersten Lehrstühle für die Rehabilitation in Deutschland eingerichtet (Prof. Dr. med. K.-A. Jochheim). In Verbindung mit dem damaligen Rehabilitationszentrum der Universität zu Köln gehörten, neben der engeren medizinischen Versorgung, Berufsfindungs- und Arbeitserprobungsmaßnahmen zum Alltag. Bereits damals wurden Belastungserprobungen an der Deutschen Sporthochschule durchgeführt.
Die Ergebnisse dieser Arbeiten und die aus der praktischen Arbeit gewonnenen Erkenntnisse haben dazu geführt, dass heute die Weiterentwicklung des medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitationsrechts gefordert wird mit dem Ziel, ein vernetztes Ineinandergreifen des Reha-Managements aufzubauen, das unter den Gesichtspunkten von zu schaffenden Qualitätsstandards und Qualitätssicherung zu größtmöglichem Nutzen für den Betroffenen und zur Ausschöpfung von Rationalisierungsreserven führt.
Die Tätigkeit in Form eines An-Instituts und die enge Zusammenarbeit unter Ausschöpfung der wissenschaftlichen Ressourcen anderer Institute der Deutschen Sporthochschule Köln (z.B. Psychologie, Sportmedizin, Orthopädie, Biomechanik) wird zu positiven Synergieeffekten für Assessmentforschung führen und auch für die bereits begonnenen gemeinsamen Projekte hilfreich sein.
Es wird davon ausgegangen, dass das Institut und die Deutsche Sporthochschule Köln gleichermaßen in wissenschaftlicher wie ideeller Hinsicht von einem Zusammengehen profitieren. Dieses sollte letztlich in einem positiven Beitrag zur Lebensqualität von Menschen mit einer Behinderung zum Ausdruck kommen.
Die vier Gesellschafter des IQPR aus Wissenschaft, Behindertenverbünden und Berufförderungswerken sind:
Zwei Professoren des Instituts für Rehabilitation- und Behindertensport der Deutschen Sporthochschule Köln, der Sozialverband VdK Deutschland e.V. sowie das Diakoniewerk Coenaculum e.V. (vertreten durch das Berufsförderungswerk Michaelshoven, Köln).
Für die kommenden drei Jahre hat das Institut bereits Zusagen für Forschungsaufträge vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung erhalten.

Sabine Maas | idw

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