Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erneuerbare Energien: Universität Oldenburg an mehreren großen Forschungsprojekten beteiligt

06.02.2001


Die industrielle Serienfertigung von organischen Solarzellen in mittel- und langfristiger Hinsicht ist das Ziel eines neuen Verbundprojekts, an dem die Abteilung Energie- und Halbleiterforschung am
Fachbereich Physik der Universität Oldenburg beteiligt ist ("Erneuerbare Energien: Organische Solarzellen").

Die industrielle Serienfertigung von organischen Solarzellen in mittel- und langfristiger Hinsicht ist das Ziel eines neuen Verbundprojekts, an dem die Abteilung Energie- und Halbleiterforschung am Fachbereich Physik der Universität Oldenburg beteiligt ist ("Erneuerbare Energien: Organische Solarzellen"). Partner des Projekts sind darüber hinaus die Technische Universität Dresden, das Hahn-Meitner-Institut Berlin und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme Freiburg. Das finanzielle Volumen des Forschungsvorhabens, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, beträgt 2,5 Mio. DM, wovon 660.000 DM auf die Universität Oldenburg entfallen. Die Leitung des Oldenburger Teilprojekts obliegt Prof. Dr. Jürgen Parisi und Dr. Vladimir Dyakonov.

Im Einzelnen geht es um die grundlagenorientierte Erforschung und anwendungsrelevante Entwicklung neuartiger organischer Solarzellen auf der Basis von Kohlenwasserstoffverbindungen, die bei akzeptablen Wirkungsgraden relativ einfach und kostengünstig produzierbar sind. Im Rahmen des Oldenburger Teilprojekts sollen neue molekularelektronische Hybridmaterialien synthetisiert und deren störstellenbeeinflusstes Ladungstransportverhalten mittels verschiedener Nachweisverfahren systematisch analysiert werden.

An einem weiteren Forschungsprojekt sind neben der Oldenburger Gruppe die Universität Stuttgart, das Institut für Solarenergieforschung Hameln/Emmerthal, das Hahn-Meitner-Institut Berlin und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Stuttgart beteiligt. Das BMBF fördert dieses Projekt mit 1,6 Mio. DM, der Umfang des Oldenburger Teilprojekts beträgt 350.000 DM.

In dem Projekt mit dem Titel "Erneuerbare Energien: Spannungsmaximierung von II/VI-Dünnschichtsolarzellen" stehen anorganische Dünnschichtsolarzellen auf der Basis von Kupfer-Chalkopyriten im Mittelpunkt des Forschungsinteresses. Ziel der Oldenburger Arbeiten ist, ein besseres Verständnis der äußerst komplexen Materialeigenschaften zu erlangen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen bei der schon laufenden industriellen Produktion von Solarzellen dieses Typs umgesetzt werden.

Über die Beteiligung an den beiden BMBF-Vorhaben hinaus koordiniert die Oldenburger Forschungsgruppe derzeit bereits das von der EU geförderte Verbundprojekt "Organische Solarzellen". An dem EU-Projekt nehmen WissenschaftlerInnen aus Österreich, Italien, Spanien, Belgien und Deutschland teil. Das Fachgebiet Organische Solarzellen gilt in technologischer Hinsicht als äußerst zukunftsträchtig.

Kontakt: Prof. Dr. Jürgen Parisi, Dr. Vladimir Dyakonov, Fachbereich Physik, Abteilung Energie- und Halbleiterforschung, Tel.: 0441/798-3541, Fax: -3326,
E-Mail:  parisi@ehf.uni-oldenburg.de

Gerhard Harms | idw

Weitere Berichte zu: Halbleiterforschung Organisch Physik Solarzelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Neues Nano-CT-Gerät liefert hochauflösende Aufnahmen von winzigem Stummelfüßer-Bein
07.11.2017 | Technische Universität München

nachricht Neues Verbundprojekt erforscht die neurodegenerative Erkrankung Morbus Alzheimer
12.09.2017 | Universitätsklinikum Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

23.11.2017 | Geowissenschaften

Leistungsfähigere und sicherere Batterien

23.11.2017 | Energie und Elektrotechnik

Ein MRT für Forscher im Maschinenbau

23.11.2017 | Maschinenbau