Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

150 Millionen Mark zum Aufbau regionaler Innovationsbündnisse in den neuen Ländern

23.03.2001


Bulmahn: "Wir wollen die gute Ausgangslage in den neuen Ländern für die Entwicklung von Innovationen nutzen"

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn hat das neue Förderprogramm "Innovative regionale Wachstumskerne" für die neuen Länder gestartet. Das Programm ist Teil des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung. Bis zum Jahr 2003 stehen 150 Millionen Mark aus UMTS-Mitteln zur Verfügung. "Es ist wichtig, die Erfolge und Fortschritte in den neuen Ländern zu sehen und nicht gering zu schätzen. Ostdeutschland hat eine hervorragende Ausgangslage für die Entwicklung von Innovationen. Es kommt jetzt darauf an, die vorhandenen Potenziale zu erkennen und mit unternehmerischer Kompetenz zu erschließen", erklärte Bundesministerin Bulmahn.

Das 500 millionenschwere BMBF-Programm InnoRegio, das gleich nach dem Regierungswechsel in den neuen Ländern auf den Weg gebracht worden ist, sei ein voller Erfolg gewesen. Es sei gelungen, Menschen aus Bildungs- und Forschungseinrichtungen, aus Wirtschaftsunternehmen, aus Einrichtungen der Politik und der Verwaltung zu motivieren, ein Innovationskonzept für ihre Region zu entwickeln, das jetzt in vielen Fällen umgesetzt werde. Das neue Programm "Innovative regionale Wachstumskerne" baut auf diesen Erfahrungen auf.

Die Bundesregierung will die Bündelung von Kompetenzen in den neuen Ländern weiter fördern und die damit verbundenen Chancen für mehr Innovationen, Wachstum und Beschäftigung nutzen.

Das Programm richtet sich an Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie andere Akteure auf regionaler Ebene in den neuen Ländern. Es ruft dazu auf, gemeinsam Innovationsinitiativen mit regional und thematisch fokussierten Produktions- und Kompetenzprofilen (Wachstumskerne) zu bilden. Die Wachstumskerne sollen Impulse für die regionale Wirtschaft geben, es werden unter anderem kooperative Forschungs- und Entwicklungs- sowie Bildungsprojekte gefördert.

Die Ideen, die Forschungs- und Entwicklungs- sowie Bildungsaktivitäten der Innovationsinitiativen sollten sich vom Start weg an einer wirtschaftlichen Umsetzung am Markt ausrichten. "Wir brauchen regelrechte Business-Pläne, die die guten Innovationsideen auf die Märkte der Zukunft bringen - denn genau wie Unternehmen müssen und können auch Regionen Wettbewerbsvorteile erkennen und optimieren", sagte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn. Durch ein adäquates Management soll die Voraussetzung für die Realisierung gesichert werden.

Die Förderung von Seiten des Bundesforschungsministeriums soll ein "Startkapital" für selbsttragende Entwicklungen sein. Den damit verbundenen Anforderungen müssen das Innovationskonzept und das Management des "Bündnisses" genügen. Die Erstellung des Konzepts kann vorab unterstützt werden. "Wir hoffen, die Menschen vor Ort zu tragfähigen Kooperationen zu motivieren, die die regionalen Innovationspotenziale bestmöglich umsetzen", erklärte Bulmahn abschließend.

Informationen und Teilnahmeunterlagen zum neuen Förderprogramm des BMBF "Innovative regionale Wachstumskerne (2001 - 2003)" können bezogen werden im Internet unter
http://www.wachstumskerne.de
sowie beim
Projektträger des BMBF Biologie, Energie, Umwelt (BEO)
Außenstelle Berlin / Programmbüro "Innovative regionale Wachstumskerne"
Wallstraße 17 - 22
10179 Berlin
Telefon: (0 30) 2 01 99- 4 59
Telefax: (0 30) 2 01 99- 412
mailto: info@wachstumskerne.de

Einreichungsfrist für eine erste Auswahlentscheidung ist der 31. Mai 2001.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Iris Marzian | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Innovation: Optische Technologien verändern die Welt
01.12.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht SeaArt-Projekt startet mit Feldversuchen an Nord- und Ostsee
18.11.2016 | Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie