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Keramische Detektormaterialien für die Computer-Tomographie

23.02.2001


Über die regionale High-Tech-Offensive des Freistaats Bayern wird seit der Jahreswende ein Projekt gefördert, das im Bereich der Medizintechnik angesiedelt ist und sich mit keramischen Detektormaterialien für die Computer-Tomographie befasst.

Der Industriepartner in diesem Vorhaben ist das Detektorzentrum der Firma Siemens Medizintechnik in Forchheim. Von der Forschungsseite ist die Universität Bayreuth beteiligt, vertreten durch das Friedrich-Baur-Forschungsinstitut für Biomaterialien/Lehrstuhl Keramik und Verbundwerkstoffe (Professor Dr.-Ing. Günter Ziegler) unter Mitwirkung des Lehrstuhls für Werkstoffverarbeitung (Professorin Dr. Monika Willert-Porada) sowie das Fraunhofer Institut für Keramik- und Sintertechnologien (IKTS) in Dresden.

Kernpunkt des Verbundprojekts ist ein keramischer Werkstoff auf der Basis von Gadoliniumoxisulfid, der als Röntgendetektor in Computer-Tomographen angewandt wird. Die ständig steigenden Anforderungen hinsichtlich erhöhter Bildqualität bei gleichzeitig beschleunigter Strahlungsdetektion sowie einer reduzierten Strahlenbelastung für die Patienten erfordern neue Innovationsschritte bei der Herstellung des Detektorsystems. Dies beinhaltet neuartige Strukturierungstechnologien, die bereits im Bereich der keramischen Aufbereitung und Formgebung nutzbar sind und für diese äußerst spezielle Funktionskeramik entwickelt werden sollen.

Das Verbundprojekt stellt einen Ansatzpunkt dar, die derzeit größte Herausforderung auf dem Gebiet der Computer-Tomographie, die Darstellung rhythmisch pulsierender Organe (z. B. das menschliche Herz) anzunehmen und einen erheblichen Wettbewerbsvorteil für das Siemens-Detektorzentrum in Forchheim zu sichern.

M. A. Jürgen Abel | idw

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